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MEGGENHOFEN/NEPAL. Unermüdlich setzen sich Brigitte und Heinz Söllinger aus Meggenhofen seit fast neun Jahren für ein besseres Leben von Kindern in Nepal ein. Die Zustände in dem asiatischen Land sind für sie immer noch erschütternd.

  1 / 5   Brigitte und Heinz Söllinger haben den Kindern ein Platz in einem Heim ermöglicht. (Foto: Söllinger)

„Die Situation in den Slums, den Gefängnissen und im Lepradorf, wo wir unsere drei Schulen errichtet haben, ist eine einzige Katastrophe und auch für uns kaum zu begreifen, obwohl wir schon so oft hier waren. Ebenso unfassbar sind die unzähligen Hürden mit nepalesischen Männern, die Frauen auf das Schlimmste misshandeln. Frauen sind im Hinduismus wertlos und Eigentum der Ehemänner, Väter und Schwiegereltern. Aufgrund der großen Armut verkaufen Eltern ihre Töchter als unnütze Esser an Menschenhändler um 250 bis 1.000 Dollar, je nach Schönheit des Mädchens“, so beschreibt Brigitte Söllinger aus Meggenhofen die Situation in einem Land, in dem sie und ihr Mann Heinz schon seit fast neun Jahren zu helfen versuchen. Im November ist das Paar wieder nach Nepal aufgebrochen – ohne einen Rückflug zu buchen.

Mittlerweile fünf Einrichtungen für Kinder

Die Söllingers setzen sich gegen den Mädchenhandel im Süden des Landes ein und ermöglichen rund 270 Kindern den Zugang zur Bildung.

Sie haben ihre fünfte Einrichtung vor Ort eröffnet (zwei Heime und drei Schulen) und holen so alle Kinder, die mit ihren Müttern im Gefängnis von Burgunj unter entsetzlichen Bedingungen dahinvegetieren müssen, in ein Heim. Sie wachsen dort unter unserem Schutz auf, solange ihre Mütter ihre Strafe absitzen, berichtet Brigitte Söllinger. Durch das Wirken des Ehepaars aus Meggenhofen sind bereits zuvor ein Heim für 25 Mädchen und drei Schulen in Betrieb gegangen.

„Die Kinder im Sunflower Hostel wurden aus der Prostitution geholt, haben auf der Straße gelebt und gebettelt oder wären im Alter von 12 Jahren verheiratet worden“, erzählt Brigitte Söllinger weiter.

In den fünf Einrichtungen arbeiten insgesamt 26 Frauen. Für die Lehrerinnen vor Ort war das Eintreffen der Söllingers in Nepal eine Überraschung. „Sie haben davon nichts gewusst und sind uns vor Freude um den Hals gefallen. Die Herzlichkeit und Dankbarkeit der Kinder sind der Lohn für unsere Arbeit“, sagen die beiden ehemaligen Pädagogen am Gymnasium Dachsberg in Prambachkirchen.

Projekt Childvision Nepal

Brigitte und Heinz Söllinger

Kontakt: b.soellinger@gmx.at

Mehr Infos unter: www.childvisionnepal.com

Spendenkonto: AT97 3431 3003 0001 9315 (Kennwort Nepal)


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