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Waizenkirchner Fotograf ist seit 44 Jahren mit seiner Kamera in der Region unterwegs

Katharina Bocksleitner, 26.12.2024 08:00

WAIZENKIRCHEN. Seit Jahrzehnten ist er mit seiner Kamera auf zahlreichen Veranstaltungen unterwegs und fast jeder kennt ihn: Der Fotograf Josef Pointinger ist inzwischen nicht nur in seinem Heimatort Waizenkirchen eine Institution.

Auch mit seinen 83 Jahren ist Josef Pointinger Fotograf mit Leidenschaft. (Foto: Bocksleitner)
  1 / 3   Auch mit seinen 83 Jahren ist Josef Pointinger Fotograf mit Leidenschaft. (Foto: Bocksleitner)

Auch mit seinen 83 Jahren sieht man ihn nach wie vor auf Festen und anderen Veranstaltungen. Doch inzwischen muss Pointinger aus gesundheitlichen Gründen etwas kürzertreten. Trotzdem hat er immer noch viel Freude an seinem Hobby.

Sein Werdegang

Pointinger wuchs bei seiner Großmutter im Schloss Weidenholz in Waizenkirchen auf, da seine Mutter Landarbeiterin war. Nach der Schulzeit hat er erst mit seiner Mutter in der Landwirtschaft gearbeitet. Mit 19 fing er bei der Post an, wo er verschiedene Aufgaben vom Telegrafenbau bis hin zum Zustelldienst übernahm. 1964 kam er schließlich ins Stadtamt Grieskirchen, wo er dann bis zu seiner Pensionierung an der Einlaufstelle arbeitete. Dort kam er auch zum ersten Mal mit medialer Arbeit in Berührung. 1981 wurde er vom damaligen Bürgermeister Helmut Nimmervoll auf Anfrage der Rieder Zeitung als Fotograf vorgeschlagen. „Das Fotografieren hat mich schon immer interessiert und ich hatte davor auch schon einige Fotokurse absolviert“, erklärt Pointinger. Seither ist er mit seiner Kamera von den Veranstaltungen der Region nicht mehr wegzudenken. „Ich habe ein gutes Gespür für interessante Geschichten, die ich dann an die Redaktionen weitergebe. Meine Lieblingsmotive sind jedoch bis heute Fotos von Tieren“, sagt der 83-Jährige und betont: „Ich mache meine Arbeit kostenlos. Manchmal wird mir eine Entschädigung angeboten, aber dann wäre ich verpflichtet und dann könnte es mir zu viel werden. Mir macht das Fotografieren Spaß und solange ich Freude daran habe und es mich nicht belastet, werde ich damit weitermachen.“

Sein Privatleben

Mit 20 Jahren heiratete Pointinger seine Frau Katharina. Die beiden haben zwei Söhne: Manfred und Josef. „Meine Frau hat bis heute großes Verständnis für mein Hobby und unterstützt mich dabei. Inzwischen ist sie allerdings öfter in Sorge, ob ich auch gut wieder nach Hause komme.“ Mittlerweile muss der 83-Jährige aus gesundheitlichen Gründen nämlich kürzertreten: „Früher konnte ich nie Nein sagen, wenn mich ein Verein gefragt hat, ob ich auf einer Veranstaltung fotografiere. Inzwischen muss ich kürzertreten und kann nicht mehr auf jede Veranstaltung fahren. Deshalb bin ich nun hauptsächlich nur noch in meiner Heimatgemeinde und der unmittelbaren Umgebung unterwegs.“ Fit hält sich der Waizenkirchner mit dem Fahrrad. Auf seinen Touren am Donauradweg ist er immer auf der Suche nach neuen Fotomotiven. Er war an der Gründung des Waizenkirchner Alpenvereins beteiligt. Außerdem hat er für die Gemeinde Waizenkirchen eine Art mediales Archiv angelegt, indem er alle die Gemeinde betreffenden Zeitungsberichte ausschneidet beziehungsweise ausdruckt und mit genauen Datums- und Zeitungsangaben in Schulhefte einklebt.


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