Zwei Deutsche siegten beim Peuerbacher Silvesterlauf
PEUERBACH. Zwei deutsche Sieger, zwei zweitplatzierte Afrikaner und zwei Österreicher auf Platz vier - der 42. Internationale Silvesterlauf in Peuerbach war ein Laufsportspektakel. Florian Bremm verteidigte seinen Titel vom Vorjahr, bei den Damen lief Elena Burkard an die Spitze. Insgesamt waren über 1.000 Sportler in allen Altersgruppen am Start.

Der Peuerbacher Silvesterlauf ist einer der fünf größten Silvesterläufe in Europa. Mit 1.103 Anmeldungen und 1.007 Finishern konnte bei der 42. Austragung dieses Sportevents ein neuer Teilnehmerrekord erzielt werden. Die Bestmarke aus dem Jahr 2023 wurde um 25 Starter übertroffen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der mit Weltklassesportlern besetzte Lauf der Asse der Frauen und Herren. Beide Bewerbe waren an Spannung nicht zu überbieten und bei beiden Läufen konnte heuer Deutschland den Titel holen, vor einem Starter und einer Starterin aus Afrika.
Packende Läufe der Asse
Bei den Herren verteidigte der amtierende deutsche 5.000 Meter-Meister Florian Bremm in einem packenden Zielsprint gegen den kenianischen Staffel-Cross-Weltmeister Reynold Cheruiyout seinen Vorjahrestitel. In der sechsten von insgesamt acht Runden attackierte der Kenianer und sah zwischenzeitlich schon wie der sichere Sieger aus. Doch Schritt für Schritt kämpfte sich der 24-jährige vom LCA Höchstadt/Aisch wieder heran und gemeinsam lief das Duo der Ziellinie entgegen. Auf der Zielgeraden hatte Bremm dann wie im Vorjahr das bessere Ende für sich und siegte nach 18:45,28 Minuten mit 1,34 Sekunden Vorsprung.
Bei den Frauen trug sich Elena Burkard als erste Europäerin seit 2013 in die Siegerliste ein. Sie siegte vor der Favoritin Axumawit Embaye.
Embaye setzte sich von Beginn an die Spitze des 14-köpfigen Feldes, zur Rennhälfte hatte die Äthiopierin bereits sieben Sekunden Vorsprung auf die beiden deutschen Athletinnen Elena Burkard und Domenika Mayer. Je länger das Rennen dauerte, umso näher rückte Burkard der Favoritin und in der letzten Runde lagen die beiden Kontrahentinnen gleichauf. In der letzten Kurve attackierte die Deutsche und feierte nach 15:57,41 Minuten einen umjubelten Sieg in Peuerbach.
Österreich holte mit dem Wiener Sebastian Frey und der Steirerin Lotte Seiler jeweils Platz vier.
„Das war heute ein wunderbarer Laufevent in Peuerbach, die Stimmung war einfach großartig“, freut sich Marion Gierlinger vom veranstaltenden Verein IGLA long life. „Wir haben heute zwei äußerst spannende Rennen erlebt, die Stimmung war wieder einzigartig“, ergänzt Organisationschef Carsten Eich, der selbst sechs Mal den Silvesterlauf gewonnen hat (vier Mal in Natternbach und zwei Mal in Peuerbach, wo der Lauf seit 1997 stattfindet).
Rund 900 Hobbyläufer am Start
Der Internationale Raiffeisen Silvesterlauf Peuerbach mit seinen Weltklasseathleten bietet aber auch den größten Kinder-Silvesterlauf Österreichs: Allein bei den Nachwuchsbewerben, die mit Starts im Fünf-Minuten-Takt den Lauftag eröffneten, waren fast 500 Burschen und Mädchen dabei. Angefeuert von Eltern und Zuschauern liefen die Stars von morgen vom Sprint über 100 Meter bis zur Long Life Mineralwasser-Meile über 1.700 Meter.
Der Gebrüder Weiss-Volkslauf über 6.800 Meter war heuer wieder ein besonderes Erlebnis, 420 Starter in diesem und den anderen Bewerben machten Peuerbach zur Hauptstadt des Laufsports. Rund 5.000 Zuschauer haben den Laufsportevent in Peuerbach verfolgt. Auf ORF Sport+ wurden die Läufe der Asse übertragen.


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