Starke Erwärmung bei Flüssen im Bezirk Grieskirchen
GRIESKIRCHEN. Flüsse im Bezirk Grieskirchen stehen unter Hitzedruck. Eine Langzeitstudie belegt eine starke Erwärmung in den letzten 40 Jahren.

An vier Messstellen im Bezirk hat die Messung eine durchschnittliche Erwärmung um 2,21 Grad Celsius ergeben. „Diese Zahlen machen die Klimaerwärmung in Oberösterreich besonders sichtbar und begreifbar. Sie stehen für Hitzedruck in den Gewässern, für weniger Sauerstoff im Wasser und dafür, dass vertraute Arten verschwinden können“, sagt Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder (Grüne).
Handlungsbedarf
Die neue Studie unterstreiche den Handlungsbedarf. Entscheidend seien Maßnahmen, die schnell wirken und langfristig stabilisieren. Kaineder empfiehlt mehr Schatten für die Flüsse. Bäume und Sträucher entlang der Ufer kühlen das Wasser spürbar. Zudem sei mehr Platz und Struktur im Flussbett nötig. Wenn Flüsse wieder mehr Raum bekommen, entstehen kühle Rückzugsorte. Nötig seien auch freie Wege für Fische und Lebewesen. „Wo Barrieren fallen, können Arten ausweichen, wandern und sich erholen“ erklärt der Landesrat: „In Oberösterreich haben wir bereits viele Renaturierungsprojekte umgesetzt. Gleichzeitig zeigt die Entwicklung unserer Flüsse: Das Tempo der Klimakrise lässt uns keine Pause. Der Klimawandel ist auch in unseren Gewässern angekommen und genau deshalb müssen wir jetzt konsequent an der Verbesserung der Gewässerökologie arbeiten.“
Messstellen im Bezirk
Gemessen wurde im Bezirk bei der Aschach im Bereich Kropfmühle (plus 3,06 Grad), bei der Pram in Pram (plus 1,98 Grad) und bei der Trattnach in Grieskirchen (plus 1,71 Grad) und im Bereich des Hochwasserrückhaltebeckens Leithen (plus 2,21 Grad).
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