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Gallspacher Sportklub feiert als ältester Verein Grieskirchens Jubiläum

Lisa Hackl, 06.04.2022 14:29

GALLSPACH. Der Gallspacher Sportklub (GSK) feiert in diesem Jahr sein 90-jähriges Jubiläum. Gemeinsam mit Tips blickten der langjährige Obmann Hans Offenzeller und Sektionsleiter Erwin Wageneder in die Vergangenheit. 

Die Kampfmannschaft des Gallspacher Sportklubs im Jahr 2021 (Foto: Max Josef Friedl)
Die Kampfmannschaft des Gallspacher Sportklubs im Jahr 2021 (Foto: Max Josef Friedl)

Hermann Moser, Josef Breitwieser, Othmar Johanik und Alois Humer gründeten 1932 den ersten Fußballverein im Bezirk Grieskirchen. Mit einem Mitgliedsbeitrag von zehn Schilling wurden die ersten Fußballtore des SK Gallspach gekauft, Ambros Oblasser stellte eine Viehweide zur Verfügung, vor jedem Spiel mussten die Spieler Kuhfladen entfernen. Während des Zweiten Weltkrieges stand der Verein still, erst 1947 wurde der Spielbetrieb wieder aufgenommen. „Nach dem Spiel sind wir in den Bach zum Waschen gegangen“, erinnert sich Hans Offenzeller, der 1954 zum Verein kam. Er hebt besonders die Obmänner Georg und Rudolf Gruber hervor, die den Verein mit ihrer Tätigkeit geprägt haben. Auch an das Haus des Sports in der ehemaligen Bäckerei Moser kann sich Offenzeller noch gut erinnern: „Dort wurden Dressen gewaschen, gestopft und geflickt“, erklärt er. 1969 winkte dem GSK der erste Meistertitel in der zweiten Klasse Nordwest. 1975 folgte nach dem zweiten Meistertitel der Aufstieg in die zweite Landesliga, im Anschluss konnte das Unternehmen Ford Danner als Sponsor gewonnen werden. Bis 2016 begleitete das Autohaus den Verein. Inzwischen waren auch die beiden Sektionen Wandern und Tischtennis entstanden, die bis heute existieren. 1995 wurde das Vereinshaus zum größten Teil in Eigenregie gebaut, hunderte Stunden investierten die Mitglieder in den Bau. 2010 konnte durch einen Grundtausch der Trainingsplatz mit Beleuchtung errichtet werden, Hauptfeld und Tribüne wurden 2011 saniert.

Bewegte Geschichte

Aufstiege und Abstiege sah der Verein in seiner 90-jährigen Geschichte, auch die Coronapandemie hat ihre Spuren hinterlassen. „Jeder Verein braucht fleißige Ehrenamtliche, die ihn beleben“, sind sich Offenzeller und Wageneder einig. Für das Jubiläum hat der Verein aufgrund der Pandemie keine größeren Veranstaltungen geplant, mit voller Energie startet man jedoch in die Frühlingssaison. Aktuell befindet sich der Verein auf dem zweiten Platz der 1. Klasse Mitte West, ein Aufstieg wäre möglich, erklärt Wageneder. Besonders herausfordernd wird das Spiel gegen den Tabellenvierten „Blaue Elf Wels“, das als Saisonfinale am Sonntag, 12. Juni im Stadion zuhause geplant ist.


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