Gewerbeordnung und Digitalisierung im Fokus
BAD SCHALLERBACH. Beim Sommerpräsidium des Wirtschaftsbundes in Bad Schallerbach standen vor allem zwei Themen im Fokus: Die anstehende Modernisierung der Gewerbeordnung und die Herausforderungen der Digitalisierung.

„Bürokratie und unnötige Regelungen belasten unsere Unternehmer über die Maßen. Die Modernisierung der Gewerbeordnung ist in diesem Zusammenhang ein wichtiger Schritt“, betont WB-Landesobfrau Doris Hummer.
Modernisierung soll Erleichterungen bringen
Die Modernisierung soll etwa durch Einführung des One-Stop-Shop-Prinzips Erleichterungen in Genehmigungsverfahren bringen. Betriebsanlageverfahren sollen in jedem Bundesland gleich lang dauern (derzeit Unterschiede zwischen 40 und 160 Tagen) und wesentlich verkürzt werden. Bei den 440 freien Gewerben könnten die Wirtschaftskammern in Zukunft nicht mehr nur für die Beratung zur Gewerbeanmeldung verantwortlich sein, sondern die Anmeldungen auch gleich selbst durchführen.
Mögliche Liberalisierung
Eine der zentralen Fragen der Reform ist die mögliche Liberalisierung von reglementiertem Gewerbe: „Die Qualität der Lehr- und Fachkräfteausbildung in unseren Unternehmen ist im internationalen Vergleich hervorragend und ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil für unseren Standort. Das muss auch in Zukunft so bleiben. Der Meister muss als Qualitätssiegel der dualen Ausbildung unbedingt erhalten bleiben“, so Hummer.
Flächendeckendes Breitband
„Der Wirtschaftsbund ist Vordenker für Klein- und Mittelbetriebe. Digitalisierung wird in Zukunft auch in jenen Bereichen eine große Rolle spielen, die derzeit noch wenig oder keine Berührungspunkte haben. Unsere Aufgabe ist es, als Wegbegleiter und Wegbereiter unsere Mitgliedsbetriebe darauf vorzubereiten – und dabei dürfen wir auch auf den ländlichen Raum nicht vergessen“, so Hummer. Gefragt sei deshalb unter anderem der flächendeckende Ausbau von leistungsstarkem Internet.


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