Platz zwei für Grieskirchner Müller
GRIESKIRCHEN. Die besten Nachwuchsmüller aus Österreich, Deutschland und der Schweiz traten zum MühlenMasters 2016 im deutschen Hohberg an. Unter Zeitdruck verglichen sie ihr Können in den unterschiedlichen Arbeitsbereichen. Bester Nachwuchsmüller ist der Schweizer Philipp Marquart. Auf Platz zwei folgt bereits David Neuhofer von der Haberfellner Mühle in Grieskirchen. Platz drei holte Paul Reinholz aus Deutschland.

Vier Stationen und insgesamt zwei Stunden Zeit: so sah der straffe Zeitplan für das MühlenMasters 2016 aus. „Das Feld lag in diesem Jahr sehr dicht zusammen, in allen Prüfungsbereichen wurden sehr gute Ergebnisse erzielt“, fasst Andreas Baitinger den spannenden Wettkampf zusammen. Er ist stellvertretender Schulleiter an der gewerblichen Schule im Hoppenlau in Stuttgart, einer der beiden Berufsschulen für den Müllerberuf. Die jungen Müller mussten Aufgaben im Mühlen-Labor und an der Hammermühle sowie am Walzenstuhl, wo die Körner zerkleinert werden, und am Plansichter, wo die zerkleinerten Körner gesiebt werden, bewältigen.
Deutschsprachiger Raum dominiert
Wie gut die Ausbildung im deutschsprachigen Raum ist, zeigt das Ergebnis des diesjährigen MühlenMasters. „Das hier Müller stehen, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgebildet worden sind, hat seinen Grund: Nur im deutschsprachigen Raum gibt es noch eine grundständige Ausbildung zum Müller. Wer hier und heute Müller wird, der hat beste Berufschancen, ob in der heimatlichen Mühle oder in der Welt“ sagte Karl-Rainer Rubin, Sprecher des Vorstandes im Verband Deutscher Mühlen in seiner Laudatio.
Müller – einzigartiger Beruf mit besten Aussichten
Bereits die Einladung zum MühlenMasters ist eine Auszeichnung, die in der Mühlenbranche sehr viel Beachtung findet. Pro Jahr schließen an den beiden deutschen Berufs-schulen im niedersächsischen Wittingen und in Stuttgart rund 80 Auszubildende ihre Ausbildung ab. Die ausgebildeten Müllerinnen und Müller heißen heute auch Verfah-renstechnologin und Verfahrenstechnologe in der Mühlen- und Futtermittelwirtschaft. „Müllerinnen und Müller haben einen der abwechslungsreichsten Berufe überhaupt“, sagt Berufsschullehrer Andreas Baitinger.


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