Alle Parteien stimmten für Grieskirchner Regenbogenzebrastreifen
GRIESKIRCHEN. In Grieskirchen stand die letzte Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause am Programm. Dabei wurden alle Beschlüsse einstimmig gefasst – auch der Regenbogen-Zebrastreifen. Tips sprach exklusiv mit beteiligten Politikern.

„Da waren wir in der SPÖ-Fraktion wirklich überrascht“, sagt SP-Stadtrat Thomas Antlinger zum einstimmigen Beschluss seines Regenbogen-Zebrastreifen-Antrages. Grieskirchen sei laut Antlinger die einzige Stadt in ganz Österreich, in der dieses Zeichen für Toleranz einstimmig – auch mit den Stimmen der FPÖ – beschlossen wurde. Zudem sei man die erste Gemeinde im Bezirk, die so einen bunten Zebrastreifen bekomme. „Ich finde es ganz, ganz wichtig für Menschen aus der LGBTQIA-Community, dieses Zeichen geschlossen zu setzen, wir stehen damit hinter dieser Toleranz und Akzeptanz“, so Antlinger.
FPÖ argumentiert mit Freude bei Kindern
Warum die Blauen ebenfalls dafür stimmten, erklärt Ortspartei-Obmann Franz Pointinger mit der Freude für die Kinder: „Ich werde mich dafür einsetzten, dass dieser Zebrastreifen dort zum Einsatz kommt, wo er auch von vielen Kindern gesehen wird und somit diesen Freude bereitet.“ Denn diese hätten nach dem Maskenzwang in der Schule wieder mehr Farbe im Leben verdient, so Pointinger. Dieser betont zudem, dass es aus verkehrstechnischer Sicht keinen Nachteil gebe.
Als Zeichen der Toleranz wolle der Freiheitliche den Zebrastreifen jedoch nicht verstanden wissen. Denn: „Wenn bei Regenfall mit Einwirkung des Sonnenlichtes ein Regenbogen entsteht, ist dies mit Sicherheit kein Zeichen der Toleranz, sondern ein Prozess, welcher in der Natur normal ist“, erklärt Pointinger. Als Vizebürgermeister sei es jedoch seine Aufgabe, die Interessen von jedem Bürger in Grieskirchen gleichermaßen zu vertreten.


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