Die Festung Hohensalzburg, ganz aus Lebkuchen und Zuckerguss
GSCHWANDT. Alljährlich warten die Fans von „Lebkuchen-Künstler“ Thomas Schneebauer auf sein aktuelles Back-Kunstwerk. Heuer nahm sich der Gschwandtner die Festung Hohensalzburg vor. Als Draufgabe gab es – zur 200 Jahr-Feier – eine „Stille Nacht-Kapelle“.

Eine Woche dauerte diesmal die reine „Bauzeit“, an den Verzierungen aus Zuckerguss und Marzipan arbeitete Thomas Schneebauer mindestens noch einmal so lang. Allein 170 Marzipanmännchen und zahlreiche Bäumchen wurden gefertigt, unzählige „Eiszapfen“ gespritzt.
Eigene „Fenster-Ausstecher“ gebastelt
Für die millimetergroßen Fensteröffnungen, durch die die eigens verlegte LED-Beleuchtung schimmert, baute sich Schneebauer aus überzähligen Keksformen runde und eckige „Fenster-Ausstecher“.
Stille Nacht-Kapelle als „Draufgabe“
Am Ende standen drei baugleiche Lebkuchen-Festungen: „Eine bringe ich, wie jedes Jahr, in das Zisterzienserinnenkloster Mariastern-Gwigger in Vorarlberg, die zweite geht an einen Freund in Deutschland. Die dritte wird heuer im österreichischen Tourismusbüro in Brüssel aufgestellt“, erklärt Schneebauer. Auf besonderen Wunsch der dort Verantwortlichen hat der Gschwandtner, ganz nebenbei, noch eine Stille Nacht-Kapelle gebaut: „Weil heuer 200-Jahr-Jubiläum ist“, schmunzelt Schneebauer.
Teigrühren im Wäscheschaff
Zusätzlich backt der Pensionist alljährlich kiloweise Hildegardkekse und Weihnachtsstollen, die aus persönlicher Verbundenheit ebenfalls zum größten Teil an das Zisterzienserinnenkloster gehen. Kürzlich entstanden an einem einzigen Tag 65 Kilo Stollen – Schneebauers Tochter stellte dazu ihren Ofen leihweise zur Verfügung. „Ich bin halt ein Frühaufsteher“, kommentiert Schneebauer das Staunen der Besucher mit einem Augenzwinkern.
Dass der Teig für solch gewaltige Mengen in einem Wäscheschaff angerührt wird und in einer „Backsaison“ schnell einmal 50 Kilogramm Honig verbraucht werden, wundert dann schon keinen mehr.
Musiker und Instrumentenbauer
Wie Thomas Schneebauer dann aber auch noch Zeit findet, adventliche Messen und Adventandachten mit engelsgleichen Klängen aus seinem selbst entwickelten und gebauten “Klangbogen“ zu verschönen – das bleibt wohl sein Geheimnis.
Dekotipp: Für Tannenbäume aus Marzipan hat Thomas Schneebauer einen besonderen Tipp: Er gestaltet sie mit einer kleinen Schere. Die Videoanleitung gibt´s im Video.


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