4.350 Kilometer spaziert - trotz körperlicher Beeinträchtigung
GUNSKIRCHEN/WELS. Er hat sich mit eisernem Willen nach einem schweren Unfall zurück ins Leben gekämpft und spaziert trotz körperlicher Beeinträchtigung regelmäßig fast neun Kilometer. Beim Verein Kroatisches Heim wurde die enorme Leistung von Zdravko Ljubas gefeiert.

Zdravko Ljubas hat in den letzten 16 Jahren enormen Ehrgeiz bewiesen. 2003 erlitt der zweifache Familienvater einen schweren Motorradunfall, die Folgen waren ein Schädel-Hirn-Trauma, mehrere Wochen Koma und der Rollstuhl. Durch eisernen Willen, viel Rehabilitation, Training und der Unterstützung seiner Familie hat er zurück ins Leben und wieder auf die Beine gefunden.
Mit kurzen Spaziergängen hat der Gunskirchner, der kroatische Wurzeln hat und in Bosnien aufgewachsen ist, begonnen. Vor etwa fünf Jahren aber hat sich Ljubas in den Kopf gesetzt, trotz körperlicher Beeinträchtigung regelmäßig von seinem Haus in der Gunskirchner Steinwendnersiedlung bis zu seinem Verein, Kroatisches Heim Wels, zu marschieren (8,7 Kilometer). Seinen Rollstuhl führt er nur mit, um sich abzustützen.
Viele Autofahrer kennen ihn und erblicken ihn regelmäßig auf seiner Strecke am Radweg. Im Vereinsheim angekommen, trinkt er dann einen Kaffee oder ein kleines Bier und ruft seine Frau Bozana an, die ihn abholt.
500 Mal hat Zdravko in den fünf Jahren die Strecke insgesamt bewältigt, das sind 4.350 spazierte Kilometer in 1.800 Stunden. Mit einem Fest mit Familie, Freunden und Vereinskollegen wurde die Zahl in „seinem“ Vereinsheim gefeiert.


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