Landtagspräsident Viktor Sigl war auf Tour durch den Bezirk Freistadt
HAGENBERG. Landtagspräsident Viktor Sigl tourt gerade mit den Landtagsabgeordneten der einzelnen Bezirke durch Oberösterreich. Den Auftakt machte er am 12. März in Freistadt. Neben Betriebsbesuchen stand auch ein Pressegespräch am Tourplan.

„Ein Erfolgsfaktor für das Bundesland ist und bleibt weiterhin ein hohes Maß an Eigenverantwortung. So hat man viel Gestaltungsmöglichkeiten zum Wohle der Bürger sowie mehr Bürgernähe und Flexibilität“, betont Sigl auf seiner Tour. „Es ist tatsächlich sehr wichtig, Gemeinden zu haben die eigenständig Entscheidungen treffen und das haben wir“, sagt Michael Lindner. Föderalismus schafft außerdem bessere Rahmenbedingungen für den ländlichen Raum. In zentralistischen Staaten werden ländliche Gebiete zunehmend entleert und oft erfolgen nur mehr in städtischen Regionen Wachstumsimpulse. „Doch wir müssen schauen, dass wir die Fachkräfte aus Linz wieder zu uns zurückholen. Durch die S10 ist uns das auch schon ein Stück weit gelungen“, meint Gabriele Lackner-Strauss. Peter Handlos schließt dabei an und sagt weiter: „Wir müssen schauen, dass wir bis in die kleinste Gemeinde die Wirtschaft beleben können. Dahingehend muss auch die Infrastruktur und der öffentliche Verkehr angepasst werden.“
Leader-Region als Impulsgeber
Auch die Leader-Regionen sind überaus wichtig für die Stärkung der Region. Die beiden Leader-Regionen Mühlviertler Kernland und Mühlviertler Alm umfassen insgesamt 26 Gemeinden aus dem Bezirk Freistadt. In der Förderperiode von 2014 bis 2020 wurden bis heute 101 Projekte eingereicht und 88 davon auch bereits bewilligt. Konkrete umgesetzte Projekte sind beispielsweise der Wassererlebnispark Bruckmühle, das prämierte „Lehrlingsparlament“, das Sternradln im Kernland, der Obstschaugarten Mühlviertler Alm oder die Kindersingtage. „Innovative Leader-Idee und neue Projekte sind in Zeiten beschränkter finanzieller Mittel eine willkommene Unterstützung aus Brüssel. Leader ist also ein Projekt- und Ideenmotor für einen lebendigen ländlichen Raum, ein Turbo für Beschäftigung, für die Arbeitsplätze in der Region, für die Bürgerbeteiligung und für mehr Lebensqualität“, ist Sigl überzeugt.


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