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Entgegen dem österreichweiten Trend: Schwalbenbrutpaare sind im Mühlviertel im Aufwind

Martina Gahleitner, 10.07.2018 05:50

HASLACH. Einen erfreulichen Trend nach oben zeigt das 39. Schwalbenmonitoring, das NMS-Schüler und die Naturschutzjugend Haslach in fünf Dörfern durchgeführt haben.

  1 / 2   Mittelschüler waren wieder rund um Haslach und Lichtenau unterwegs, um Brutpaare der Mehl- und Rauchschwalben zu zählen. Foto: Annemarie Peherstorfer

Während österreichweit der Schwalbenbestand von Jahr zu Jahr schrumpft, wächst dieser im Mühlviertel. In den fünf Dörfern Damreith, Hartmannsdorf, Hinternberg, Hörleinsödt und Ödt haben Schüler der dritten Klassen NMS Haslach und Mitglieder der Naturschutzjugend (önj) Haslach wieder eifrig Brutpaare der Rauch- und Mehlschwalben gezählt. Und für den Zeitraum zwischen 2015 und 2018 einen deutlichen Trend nach oben festgestellt: Die Zahl der brütenden Rauchschwalben erhöhte sich von 97 auf 129. Die Zahl der Mehlschwalben-Brutpaare nahm von 80 auf 117 zu.

Die erste Rauchschwalbe wurde heuer übrigens am 3. April erblickt, die erste Mehlschwalbe kam am 12. April in das Projektgebiet zurück.

Gemeinsamer Einsatz

Den Grund für das gute Ergebnis sieht Karl Zimmerhackl von der önj Haslach unter anderem im guten Miteinander: „In diesem langen Zeitraum von 39 Jahren hat sich zwischen den Landwirten, der NMS Haslach und der Naturschutzjugend ein positives Klima des Vertrauens und der Zusammenarbeit entwickelt, in dessen Fokus das Wohl der beiden Schwalbenarten steht. Die aktuellen Zahlen sind der beste Beweis dafür.“ Ob sich Aufschwung fortsetzen wird, bleibt abzuwarten, denn Flächenversiegelung und ein Rückgang der Fluginsekten seien hemmende Faktoren für die Schwalben.

Zukunft Schwalben

In der Dokumentation „Zukunft Schwalben – mit den Glücksbringern unter einem Dach“ ist das Schwalbengeschehen der vergangenen 39 Jahre auf gut 90 Seiten nachvollziehbar dargestellt.


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