Eine Liebeserklärung an das Mühlviertel

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Martina Gahleitner Martina Gahleitner, Tips Redaktion, 09.11.2019 11:03 Uhr

HASLACH/MÜHLVIERTEL. „Für mi war immer klar, dass i wieder herkimm“, sagt Pedacola-Erfinder Peter Leitner. Und Hannes Steinmayr, Biobauer und Wirt, meint gar: „Emotional bin i nie weggwesn.“ Viele junge Leute haben für Studium oder Beruf anderswo Erfahrungen gesammelt, dann aber den Weg zurück ins Mühlviertel gefunden und hier ihre Zukunft aufgebaut. Genau diese bringt der Verein MY4tl mit einer Videoserie auf die Bildschirme.

Den Anstoß für die Video- und Podcast-Serie „Vom Dableiben & Zruckkema“ gab der MY4tl-Guide, mit dem der Verein aufzeigt, was es im Mühlviertel alles gibt und was sich hier tut. „Wir haben dafür viele Leute, ihre Produkte und Betriebe kennengelernt und entdeckt, dass doch einige mal weg waren und zurück gekommen sind“, erzählt Matthias Gahleitner. Genau diese wollen die MY4tler vor die Kamera holen.

Drei Pilotfolgen

Drei Folgen wurden bereits gedreht: Etwa jene von Anneliese und Hannes Steinmayr. Beide haben an der Boku studiert, aber nie den Bezug zur Heimat verloren. „In Wien wurde mir schnell klar, dass ich kein Großstadtmensch bin. Zuviel Hektik, zuviel Trara – das brauch ich nicht“, meint Anneliese, die vielmehr die Ruhe im Mühlviertel sucht. „Das ist die schönste Gegend, die es gibt.“ Sie hat deshalb die Jausenstation am Hansberg übernommen, die sie gemeinsam mit ihrem Mann Hannes betreibt. Für diesen wiederum war immer klar, dass der elterliche Hof in Niederwaldkirchen einmal sein Lebensmittelpunkt wird. „Die Synergien, die sich mit der Landwirtschaft und dem Gastbetrieb ergeben, sind super. Da wissen wir, was wir den Leuten auf die Teller bringen“, sind beide überzeugt. Und auch, dass das Mühlviertel „eine gute Region fürs Durchstarten“ ist.

Cola aus dem Mühlviertel

Durchgestartet hat auch die Fotografin und Grafikerin Anika Ecker, die den Erfolg ihrer „Diseinerei“ in Rohrbach-Berg der funktionierenden Mundpropaganda im ländlichen Raum zuschreibt. Peter Leitner aus St. Thomas am Blasenstein, den es von Irland bis Gutatemala geführt hat, hat im Mühlviertel gleich eine Marke aufgebaut: das Pedacola, das erste Cola aus dem Mühlviertel. Derzeit arbeitet er mit einer kleinen Brauerei aus Tragwein an einem Radler aus Pedacola – dem „Pedale“.

Wertvolle Arbeit

Bei der Projektpräsentation im Haslacher Adlerkino war auch Euregio-Regionalmanager Wilhelm Patri mit dabei, der die Arbeit der „Regionalitäts-Aktivisten“ sehr schätzt. Nach 25 Jahren Tätigkeit in diesem Bereich weiß er, dass sich in der Region „irrsinnig viel getan hat – man kann aber nicht immer weiter wachsen, sondern muss auch die Qualität halten“, meint er. Ein Mühlviertler zu sein, ist für ihn übrigens „kein Geburtsrecht, sondern eine Lebenseinstellung.“

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