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Hörsching/Leonding. Seit elf Jahren bereichern Weingärten das Landschaftsbild in Oberösterreich. 50 Hektar Wein werden derzeit von 37 Bauern bewirtschaftet. Einer der größten Weinbauern des Bundeslandes ist Florian Eschlböck aus Hörsching. Er bewirtschaftet auch die Weinberge der Buschenschank in Gaumberg/Leonding.

Florian Eschlböck bei der Weinlese. Foto: Foto: Permanent Moments / Andreas Wenter
Florian Eschlböck bei der Weinlese. Foto: Foto: Permanent Moments / Andreas Wenter

Heuer hatte die Landwirtschaft Oberösterreichs aufgrund der Trockenheit ein eher durchwachsenes Jahr. Erfreulich ist aber die Tatsache, dass die oberösterreichischen Winzer von dieser extremen Witterung profitieren konnten, denn die Rebe ist sehr trockenheits­resistent und die Speicherfähigkeit der Böden puffert sehr gut ab. „Ich produziere seit acht Jahren Wein in der Region Linz-Land, aber das war heuer mit Abstand das beste Jahr. Die vielen Sonnentage haben für hervorragende Qualität gesorgt“, freut sich Weinbauer Florian Eschlböck aus Hörsching.

Weinberge am Gaumberg, in Axberg und Oftering

4,7 Hektar bewirtschaftet der junge Winzer am Gaumberg. Zweigelt, Blauer Portugieser, Riesling und Chardonnay werden dort produziert, insgesamt etwa 15.000 Liter. Kaufen konnte man den in den Gaumberger Hanglagen reifenden Wein kurioserweise in der Buschenschank am Gaumberg bisher nicht, das soll sich aber ab sofort ändern. Die Eschlböck-Weine werden zudem über zahlreiche Supermärkte und ab Hof vertrieben. Abgesehen von den Weinbergen in Leonding hat der Winzer noch insgesamt 2,5 Hektar in Axberg, Oftering und Marchtrenk – alles Hanglagen. Und wenn es mit dem Klimawandel so weitergeht, steht einer Expansion nichts im Wege. Die Marke nennt sich zwar „95 Tage-Wein“, wenn es aber in der Realität viel mehr Sommertage als am Kalender sind, kommt das dem Wein nur zugute. „Ich bin immer auf der Suche nach guten Grundstücken in Hanglage. Zwei Hektar kommen nächste Saison schon fix dazu“. Bewältigt wird die Arbeit in erster Linie von Florian, seinem Vater und einer Angestellten. Natürlich helfen viele Freunde gerne bei der Weinlese, aber in fremde Hände will der Winzer diese verantwortungsvolle Aufgabe nicht legen, da ist ihm die Qualität viel zu wichtig.

Dass Oberösterreichs Winzer bei der Qualität mit traditionellen Weinregionen durchaus mithalten können, betonte auch LK OÖ Präsident Franz Reisecker kürzlich bei einer Pressekonferenz.Ein Tausendstel der Rebfläche „Oberösterreich hat mit den 50 Hektar nur ein Tausendstel der österreichischen Rebfläche. Die zunehmende Professionalisierung der Weinbauern und der Klimawandel führen aber dazu, dass heute in Oberösterreich höchste Weinqualitäten produziert werden.“ Die Vermarktung des edlen Rebensaftes erfolgt meist ab Hof in Form des Flaschenverkaufes, aber auch bei so manchem Weinheurigen oder in der Gastronomie. <


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