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BEZIRK HORN. Und hier eine weitere Lesermeinung zum Thema „Soll der Ausbau der Windparks im Waldviertel forciert werden?“

Symbolfoto: Wodicka
Symbolfoto: Wodicka

Ich sage NEIN, und zwar aus folgenden Gründen:

- Windräder verschandeln die Landschaft und gehören vor allem auch nicht in einen Wald.

- Windräder töten Vögel und Fledermäuse. In Deutschland z.B. fallen jedes Jahr 250.000 Fledermäuse den Windrädern zum Opfer (laut Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin).

- Windräder leisten keinen Beitrag zur Grundlast.

- Windräder sind nach Auslaufen der Förderung nicht wirtschaftlich zu betreiben. Schon 2011 waren in Deutschland 30 Windkraftfirmen in Konkurs, in Österreich gab es auch schon Konkurse.

- NÖ Elektrizitätswesengesetz 2005, § 18, Absatz 3, sinngemäß: Wenn eine Windkraftanlage aufgelassen wird und der Betreiber nicht feststellbar oder nicht im Stande ist, die Anlage abzutragen, so hat dies der Grundstückseigentümer zu tun. Und so eine Abtragung kann dem Vernehmen nach € 500.000,- kosten. Welcher Grundeigentümer will das riskieren?

- Österreich importiert (sehr billigen) Strom – na und? Will die Windkraft-Lobby, dass wir befürchten, wenn auch Atomstrom mit dabei ist, dass wir dadurch in unseren Häusern verstrahlt werden? Ich weise darauf hin dass bei der seinerzeitigen Volksabstimmung 49,5 % für die Inbetriebnahme des Kernkraftwerkes Zwentendorf waren, also dürfte demzufolge der importierte Strom auch bis zu 49,5 % aus Kernkraftwerken kommen.

- Österreich ist Mitglied im Europäischen Stromverbund. In Norddeutschland gibt es oft Stromüberschuss durch off-shore-Windparks und Deutschland ist froh, wenn es dann Strom exportieren kann. Wenn sich alle Mitgliedsländer weigern würden, Strom zu importieren, um zu einem Ausgleich beizutragen, wo kämen wir da hin? Wo bleibt da der Europäische Gedanke?

- Laut Herrn D.I. Boltz von der E-Control (“ECO“, ORF 2, 2.10.2014) gibt es Projekte, überschüssigen Strom in eigens zu bauenden Anlagen zu vernichten. Wäre das nicht Wahnsinn? Zugleich ein Beweis, dass es EU-weit keinen Strommangel gibt. Warum daher unsere Landschaft verschandeln?

(Leserbrief von: Ing. Fritz Hör aus 3753 Hötzelsdorf)


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