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HARDEGG/HORN. Im Jänner 2014, vor knapp dreieinhalb Jahren, trat Ludwig Schleritzko seine Stelle als Nationalparkdirektor an. Mit 19. April wechselte er als neuer Landesrat für Finanzen in die Niederösterreichische Landesregierung. Im Rahmen seiner Tätigkeit hat er neue Akzente im Thayatal gesetzt, die Besucherinfrastruktur erweitert und wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. Nationalparkmitarbeiter Christian Übl wurde zum interimistischen Leiter ernannt.

Schleritzko legt die Agenda des Nationalparks vertrauensvoll in die Hände seines Nachfolgers, Christian Übl Foto: NP Thayatal, A.Bartl

„Die Zeit im Nationalpark Thayatal und in der Region rund um Hardegg war für mich persönlich unheimlich spannend und interessant. Ich durfte in einem der schönsten Naturräume Österreichs arbeiten und zahlreiche Ideen gemeinsam mit einem tollen Team umsetzen“ so Ludwig Schleritzko, der als jüngster Nationalparkdirektor Österreichs auf eine erfolgreiche Bilanz zurückblicken kann.

Ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit war die Stärkung der Zusammenarbeit mit dem benachbarten Národní park Podyjí. Die regelmäßigen Treffen mit seinem Direktorenkollegen Tomás Rothröckl waren von einem sehr guten, persönlichen Verhältnis getragen. Gemeinsame Veranstaltungen wie etwa die Feierlichkeiten anlässlich von „25 Jahre Grenzöffnung“, Kooperationen im Naturraum­management und in der Forschung zeugen von dem Geist der Zusammenarbeit.

Schüler- und Jugendunterkünfte

Viele der umgesetzten Maßnahmen haben sichtbare Spuren hinterlassen. Wer heute den Nationalpark Thayatal besucht, den erwarten neue, attraktive Besucherangebote. Das Gehege mit den beiden Wildkatzen Frieda und Carlo wurde zur größten Wildkatzenanlage Österreichs ausgebaut. Die neue Ausstellung „Natur-Geschichten“ vermittelt einen umfassenden Überblick über die Highlights des Nationalparks. Im Naturraum wurden die Wege-Infrastruktur verbessert und die Aussichtspunkte saniert. Unter der Leitung von Ludwig Schleritzko ging schließlich ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Für die Errichtung einer Schüler- und Jugendunterkunft sind die wichtigsten Vorbereitungen abgeschlossen, bereits im Sommer wird mit den Bauarbeiten begonnen.

Der scheidende Direktor leitete auch das Öffentlichkeitsarbeitsprojekt Nationalparks Austria und war in dieser Funktion für den Außenauftritt aller sechs österreichischen Nationalparks verantwortlich. In den letzten beiden Jahren ist es gelungen, die Marke Nationalparks Austria zu stärken und durch eine Werbekampagne, Pressearbeit und gezielte Projekte noch breiter bekannt zu machen.

Erfolgreiche Bilanz

Die Mitarbeiter und Weggefährten bezeugen dem scheidenden Nationalparkdirektor große Kompetenz und persönliches Engagement bei der Umsetzung seiner Aufgaben und die Fähigkeit, auf Menschen offen zuzugehen. Die gute Gesprächsbasis mit den Menschen, die in und um den Nationalpark Thayatal leben und arbeiten, hat das Nationalparkhaus zu einem offenen Haus gemacht.

Nachfolger Christian Übl

Zu seinem Nachfolger als Geschäftsführer wurde Nationalparkmitarbeiter Christian Übl ernannt. Er wird den Nationalpark Thayatal interimistisch leiten. Christian Übl (Jahrgang 1970) Biologe aus Retz, ist seit der Gründung des Nationalparks Thayatal in der Nationalparkverwaltung tätig. Er war bisher für die Bereiche Besucherangebote, Naturraum und Forschung verantwortlich und hat mehrere, teils internationale Projekte geleitet. Mit der Wiederentdeckung der Wildkatze und den darauf aufbauenden Besucherangeboten hat er die Wildkatze zum Wahrzeichen des Nationalparks gemacht.

Der neue Landesrat Ludwig Schleritzko begrüßt die Entscheidung: „Christian Übl kennt den Nationalpark Thayatal wie kaum ein anderer. Ich bin mir sicher, dass der von mir eingeschlagene Weg im besten Sinne weiter geführt wird!“


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