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BEZIRK HORN. Mit den wärmeren Temperaturen zieht es immer mehr Zweirad-Fans auf die Straßen. Wenn der Motorradausflug nicht wie geplant verläuft und es zu einem Unfall kommt, sind die richtigen Erste-Hilfe-Maßnahmen gefragt.
 

Bei Bewusstlosigkeit muss der Helm abgenommen werden, Brüche werden ruhiggestellt. Foto: ÖRK / H. Kellner

Entgegen häufiger Mythen kann man keinen Schaden anrichten, wenn man den Helm abnimmt. Ist ein Patient bei Bewusstsein, bittet man ihn, den Helm selbst abzunehmen und unterstützt ihn dabei. Wenn er bewusstlos ist, führt man die Helmabnahme durch. „Der Ersthelfer kniet oberhalb des Kopfes, erfasst seitlich mit beiden Händen den Helm und richtet den Kopf des Patienten vorsichtig gerade“, erklärt Chefärztin Dr. Elfriede Wilfinger, Rotes Kreuz Niederösterreich. „Das Visier und der Verschluss werden geöffnet, gegebenenfalls die Brille entfernt. Dann wird der Helm vom Kopf heruntergezogen, wobei der Kopf im Nacken gestützt wird.“ Diese Technik kann im Rahmen eines Erste-Hilfe-Kurses erlernt und geübt werden.

Erst nachdem der Helm entfernt wurde, wird die Atmung kontrolliert. „Wenn ein Motorradfahrer nach einem Sturz das Bewusstsein verliert, droht die Gefahr des Erstickens“, sagt Wilfinger.

Am wichtigsten ist es, zuerst die Lebensfunktionen zu sichern. Danach können weitere Verletzungen versorgt werden. Starke Schmerzen und Bewegungsunfähigkeit oder eine Fehlstellung weisen auf einen Knochenbruch oder eine Verrenkung hin. Wilfinger: „Es sollte keinesfalls versucht werden, Gliedmaßen selbst einzurenken.“ In so einem Fall muss die betroffene Stelle ruhiggestellt werden. An Armen geschieht das mit einem Dreiecktuch, an Beinen zum Beispiel mit einer zusammengerollten Decke.


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