Martin Würz schafft Qualifikation für die Paralympics
Von 19. bis 22. Dezember fanden die ersten Weltcuprennen der Saison statt. An den ersten beiden Tagen wurden jeweils ein Riesentorlauf und an den folgenden zwei Tagen jeweils ein Slalom durchgeführt.

„Ich bin bereits am Freitag nach Kühtai angereist, um noch drei Tage vor Ort trainieren zu können. Da die Rennpiste aufgrund von viel Schneefall sehr weich war, wurde am Montag vor dem ersten Rennen mit Wasser gearbeitet und die Piste vereist. Da es in den letzten zwei Wochen vor dem Start der Rennen im ganzen Land relativ viel geschneit hat, konnte ich in den letzten zwei Wochen nur auf weichen Verhältnissen trainieren und mir nicht ganz den gewünschten letzten Feinschliff holen. Trotzdem startete ich motiviert in die ersten Rennen“, so Versehrtensportler Martin Würz
Am Dienstag startete er etwas nervös, aber sehr gut in den Riesentorlauf und belegte den 5. Zwischenrang. Im zweiten Lauf konnte er noch einmal eine ausgezeichnete Leistung zeigen und verbesserte sich auf den 4. Platz. Das war ein sensationeller Start in die neue Saison und gleichzeitig die Qualifikation für die Paralympics im März.
Am Mittwoch wurde der zweite Riesentorlauf durchgeführt. „Dadurch, dass beide Läufe sehr gerade gesteckt waren, bin ich mit der 10. Endplatzierung auch zufrieden. Am Donnerstag wurde der Slalom, meine Spezialdisziplin, durchgeführt. Nach einem soliden ersten Durchgang lag ich auf dem aussichtsreichen 4. Platz. Im zweiten Lauf wollte ich unbedingt die Chance aufs Podest nutzen und probierte alles. Grundsätzlich war ich richtig schnell, jedoch machte ich im Flachstück einen ordentlichen Fehler, der Zeit kostete und ich fiel auf den 8. Rang zurück“, erzählt das Schiass.
Am letzten Renntag lag er nach dem ersten Lauf auf dem 9. Zwischenrang. Im zweiten Lauf riskierte er viel, hatte leider trotzdem kein Glück: „Im Mittelteil ist eine Stange gebrochen, die mir genau in die Idealspur rutschte, was mich ziemlich aus dem Rhythmus brachte. Kurz darauf fädelte ich bei einer Kombination ein und das Rennen war vorbei.“
Dennoch resümiert er zufrieden: „Auch wenn das Ergebnis im Slalom nicht ganz so ausgesehen hat, wie ich es mir vorgestellt hatte, bin ich mit diesem Rennblock zufrieden. Im Riesentorlauf konnte ich gleich beim ersten Rennen meine gute Entwicklung in dieser Disziplin zeigen und im Slalom habe ich auch gesehen, dass ich schnell bin. Für mich geht es nach einer kurzen Pause bereits am 27. Dezember nach Innerkrems zum nächsten Schneetraining, bevor es Anfang Jänner in Zagreb mit dem Weltcup weitergeht.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden