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BEZIRK HORN. Rauchen macht krank. Mehr als 40 Krankheiten werden durch Tabakkonsum gefördert. Die Aktion „Unser Auto ist rauchfrei“ thematisiert nun die erhöhten Risiken, die sich durch das Rauchen in Kraftfahrzeugen ergeben. Die Details der Kampagne wurden im Zuge einer Pressekonferenz von SP-Gesundheitslandesrat Maurice Androsch, dem Generaldirektor der Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse, Jan Pazourek, sowie dem Geschäftsführer des ARBÖ Niederösterreich, Franz Pfeiffer, präsentiert.

Symbolfoto: Wodicka
Symbolfoto: Wodicka

Erst im Vorjahr seien zwei umfassende Studien zum Thema Rauchverhalten in Niederösterreich erstellt worden. Dabei kam klar zum Ausdruck, dass sich rund zwei Drittel der Niederösterreicher einen Ausbau des Nichtraucherschutzes wünschen, hielt Androsch fest. Als erste bewusstseinsfördernde Maßnahme in Reaktion auf die Studienergebnisse sei die Initiative „Unser Auto ist rauchfrei“, gemeinsam mit dem Rauchfrei Telefon der Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse und dem Autofahrerklub ARBÖ Niederösterreich ins Leben gerufen worden: „Die Menschen verbringen sehr viel Zeit im Auto. Wir wollen gemeinsam nun auf die erhöhte Schadstoffkonzentration im Auto hinweisen und dabei ganz besonders die Aufmerksamkeit auf die Gefährdung von Kindern und Jugendlichen in Raucherfahrzeugen lenken.“

Die Konzentration der Schadstoffe, die durch das Zigarettenrauchen entstehen, ist in engen Räumen wie einem Pkw besonders hoch. Insbesondere Kinder reagieren besonders empfindlich darauf, da ihre Organe und ihr Immunsystem noch nicht vollständig entwickelt sind.

„Die kurzfristigen Folgen können Müdigkeit, Schwindel, Übelkeit oder Kopfschmerzen sein. Langfristig leidet das Immunsystem der Mädchen und Buben darunter: Die Infektanfälligkeit wird größer, Mittelohrentzündungen können auftreten. Das Risiko, später an Asthma zu erkranken, steigt. Auch die Entwicklung von Karies wird gefördert“, sagte Pazourek.

Zudem lagern sich die schädlichen Stoffe im Wageninneren ab und werden nach und nach wieder an die Raumluft abgegeben. Das heißt: „Auch dann, wenn niemand aktiv raucht, sitzt man inmitten einer unsichtbaren Giftwolke“, betonte der NÖGKK-Generaldirektor.

Rauchen beeinträchtigt aber auch die Aufmerksamkeit beim Fahren, macht müde – und hat fast die gleiche Wirkung auf Fahrer wie Alkohol.“

Statistiken belegen, dass rauchende Lenkerinnen und Lenker ein fast dreifach so hohes Unfallrisiko haben wie nichtrauchende. „Anstatt im Auto zur Zigarette zu greifen, werden wir motivieren, zu den leckeren zuckerfreien Pfefferminties zu greifen, die wir im Zuge dieser Aktion, neben den Foldern, in unseren Prüfzentren austeilen werden. Wir hoffen, dass der ARBÖ mit seiner Unterstützung zu dieser Aktion vielen Autofahrern eine Hilfe sein wird, einen Schritt in die richtige Richtung zu wählen“, so Pfeiffer.


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