Julbacher lebte 35 Jahre mit Glassplittern im Kopf

Petra Hanner Petra Hanner, Tips Redaktion, 07.08.2018 17:00 Uhr

JULBACH. Eigentlich wollte sich Konrad Wagner (55) aus Kriegwald nur einer Routine-Operation am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Linz unterziehen. Doch bei den Voruntersuchungen wurde klar, dass etwas in seinem Kopf nicht stimmte...

„Seit einem Jahr schon war die Nebenhöhlen-Operation bei mir geplant. Deshalb bin ich Mitte Juli zur Voruntersuchung ins Krankenhaus gefahren, wo eine Computertomografie gemacht wurde. Auf den Bildern war deutlich zu sehen, dass drei Fremdkörper in meinem Kopf steckten“, erzählt Wagner, der beruflich als Kranführer in Ottensheim arbeitet. Nur wenige Tage später holten die Ärzte drei Glassplitter – der Größte misst rund einen Zentimeter im Durchmesser – aus Konrad Wagners Kopf. „Die Ärzte haben gesagt, sie waren ganz knapp vor dem Gehirn. Wenn sie nur ein, zwei Jahre länger dringeblieben wären, hätte es fatale Folgen für meine Gesundheit gehabt“, ist der Julbacher immer noch schockiert über das Erlebte.

„Das ist 35 Jahre her“

Woher die Splitter kamen, das kann er nicht sagen. Am Wahrscheinlichsten hat es sich aber so zugetragen: „Ich hatte mal als junger Bursch – es muss ungefähr 35 Jahre her sein – eine Rauferei, bei der ich an der Wange genäht werden musste. Ich schätze, damals sind Glassplitter in die Wunde gekommen, die sie im Krankenhaus nicht entdeckt haben. Ein Röntgen wurde dort nicht gemacht. Nach und nach sind die Splitter dann wahrscheinlich weiter in den Kopf gewandert“, so Wagner. Heute ist er froh, dass alles so glimpflich für ihn ausgegangen ist. Mitte August will er auch wieder in die Arbeit. In einer kleinen Dose bewahrt er die Splitter nun auf – als Andenken an jenen Zufall, der ihm vielleicht das Leben gerettet hat.

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