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BEZIRK. Tips startet in Zusammenarbeit mit der Bezirksbauernkammer Kirchdorf die Serie „Landwirtschaft im Bezirk“. Die Ortsbauernobmänner geben Einblick in ihre Arbeit, erzählen, mit welchen Herausforderungen sie täglich konfrontiert sind, und werfen einen Blick auf die Zukunft der Landwirtschaft.

Foto: Wodicka
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Die Serie „Landwirtschaft im Bezirk“ gibt den Konsumenten Einblick, welche Themen die Bauern beschäftigen. „Die Realität der Landwirtschaft den Konsumenten näher zu bringen ist ein Gebot der Stunde“, sagt Bezirksbauernkammer-Obmann Franz Karlhuber.Im Bezirk Kirchdorf gibt es 1400 landwirtschaftliche Betriebe. „Die Landwirtschaft ist sehr interessant, bietet viele Möglichkeiten und ist daher auch für die Jungen attraktiv. Weiterbildung und Beratung sind hier sehr wichtig, die Landwirtschaftskammer berät und unterstützt die Landwirte, ist sozusagen Partner Nummer eins. Hauptaufgabe der Bauern ist es, die Gesellschaft mit Lebensmitteln zu versorgen, das soll auch in Zukunft so sein. Zudem müssen wir die Landschaft pflegen und erhalten“, erklärt Karlhuber.

Viele Herausforderungen

Die Landwirte haben derzeit mit vielen Herausforderungen zu kämpfen. „Es herrscht eine ganz schlechte Stimmung mit sehr vielen Ängsten, bedingt durch die Unsicherheit in Europa und den Preisverfall auf Lebensmittel wegen des Russland-Embargos. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist das geplante Handelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA. Wir wollen hier mit am Verhandlungstisch sitzen, doch gibt es von unserer Seite her keinen Verhandlungsspielraum. Die Wertigkeit regionaler Lebensmittel muss noch mehr von den Konsumenten geschätzt und gewürdigt werden“, verdeutlicht Franz Karlhuber seinen Standpunkt.

Die Märkte sind sehr differenziert: Bio, regionale Produkte, Direktvermarktung, Marken und Standards werden immer bedeutsamer, bieten den Bauern aber auch die Möglichkeit, sich zu spezialisieren. „Wichtig ist, dass wir in Österreich die Lebensmitteleigenproduktion aufrechterhalten, uns selbst versorgen. Das ist ein wesentliches Ziel, denn sonst sind wir von Importen abhängig“, weiß Karlhuber, „somit bleibt auch die Wertschöpfung im Bezirk, und da ein Bauernhof drei Arbeitsplätze sichert, macht das im Bezirk zirka 4500 Arbeitsplätze aus.“ Die Landwirte fühlen sich zudem von der Bürokratie und dem hohen Verwaltungsaufwand stark eingeschränkt. Sie würden sich wieder mehr Freiheiten wünschen.

Wichtige Aufgaben

Karlhuber vertritt als BBK-Obmann die Interessen der Landwirtschaft des Bezirks auf Landes- und Bundesebene. Wichtig ist ihm, den Teamgeist unter den Bauern zu fördern.


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