Für Jannik und seine Familie gibt es im Alltag nichts Unüberwindbares
SCHLIERBACH. Der achtjährige Schüler Jannik Rieger leidet seit seiner Geburt an einer Störung des Sehnervs. Sein Sehvermögen ist daher stark eingeschränkt. Seine Familie gibt viel dafür, dass Jannik dennoch wie andere Kinder aufwächst.

Michaela Rieger, Janniks Mutter, kann sich das Leben anders gar nicht mehr vorstellen. Für sie ist der Alltag mit Jannik, das sie selbst und ihre Familie immer wieder vor große Herausforderungen stellt, zur Normalität geworden. Seit der Geburt ist Janniks Sehvermögen stark eingeschränkt. Auf dem linken Auge kann er nur zwischen hell und dunkel unterscheiden, am rechten Auge hat er ein Sehvermögen von sechs bis acht Prozent.
Spielerisches Erlernen
Das erfordert viel Geduld und Einfallsreichtum seiner Eltern, wenn es um das Erlernen von Dingen wie Radfahren oder Schuhebinden geht. „Wir wollen, dass Jannik normal aufwächst, nicht in einem Glaskasten“, erklärt Michaela Rieger ihren unermüdlichen Einsatz.
Mama lernt mit
Wenn sie am Nachmittag von der Arbeit nach Hause kommt, setzt sie sich selbst oft noch hin, um die Braille-Schrift, eine Punktschrift für Sehbeeinträchtigte, zu üben. Sie lernt die Schrift mit Jannik mit, damit sie seine Hausübungen korrigieren kann. Jannik selbst sagt: „Ich schaffe alles.“ Für ihn gibt es keine unlösbaren Probleme. „Er kennt es ja nicht anders“, ergänzt Mama Michaela.
Immer im Blick
Die Familie wohnt in unmittelbarer Umgebung des Kremsufers in Schlierbach. „Das hat mich am Anfang doch nervös gemacht“, sagt Michaela Rieger. Die Angst, Jannik könnte etwas zustoßen, war groß. Sie hat sich letztlich aber als unbegründet erwiesen. „Weil er so schlecht sieht, weicht mir Jannik nicht von der Seite. Jannik geht nur so weit, wie er seinen Augen trauen kann, das ist das Gute an der Sache“, so die Mutter.
Teure Hilfsmittel
Um den Alltag zu meistern, ist Jannik auf viele sehr kostspielige Hilfsmittel angewiesen. Seit kurzem besitzt er ein Tablet, das er mittels spezieller Software als Lesehilfe einsetzen kann. Die nächste Investition steht bereits an. Für das kommende Schuljahr benötigt Jannik einen Laptop und ein Computer-Ausgabe-Gerät für Sehbeeinträchtigte, eine sogenannte Braille-Zeile. Um die Kosten von rund 9.000 Euro stemmen zu können, bittet die Familie um Unterstützung auf Janniks Spendenkonto: AT49 3438 0000 0221 7719.


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