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KREMSMÜNSTER. Die Bürgerservice-App Gem2Go treibt die Digitalisierung der österreichischen Gemeinden voran: Eine neue Kooperation mit dem Mobile-Payment-Anbieter Bluecode ermöglicht es Nutzern ab sofort, in lokalen Betrieben per Gem2Go-App zu zahlen. Der neue Service startet ab sofort in der digitalen Vorreiter-Gemeinde Kremsmünster.

  1 / 5   In der Gemeinde Kremsmünster kann nun per Gemeinde-App bargeldlos bezahlt werden. (Foto: Gemeinde Kremsmünster)

Die lokalen kleinen und mittleren Unternehmen Österreichs sind besonders schwer von der Corona-Krise betroffen, weshalb die Bürgerservice-App Gem2Go ab sofort mit Bluecode kooperiert, um Handel und Gewerbe in den Tausenden österreichischen Gemeinden anzukurbeln. Auch kleine Betriebe sollen so schnell und einfach von der Digitalisierung profitieren, sich mit den Verbrauchern regional vernetzen und ihren Kunden das Bezahlen per Smartphone ermöglichen. „Die neue Partnerschaft von Gem2Go und Bluecode ist eine Win-Win-Situation für alle KMUs, Bürgerinnen und Bürger und stärkt vor allem die Wirtschaft vor Ort“, sagt Christian Pirkner, CEO der Blue Code International AG, und erklärt: „Zum einen können die Nutzer der Gem2Go-App berührungslos per Handy bezahlen und gleichzeitig attraktive Bonusprogramme wie digitale Stempelpässe, Gutscheine und Gewinnspiele der lokalen Händler oder aber auch Gratiseintritte in Gemeindeeinrichtungen wie etwa Freibäder in Anspruch nehmen. So wird lokales und regionales Einkaufen zusätzlich belohnt. Zum anderen können die Händler sichere bargeldlose Zahlungen anbieten, durch die reichweitenstarke Gem2Go-App neue Kunden gewinnen und mit individuellen Bonusprogrammen die Kundenbindung stärken.“

Start in Kremsmünster

Gem2Go ist Österreichs einzige mobile Bürgerservice-App für alle österreichischen Gemeinden, die ihre Nutzer unter anderem über aktuelle Veranstaltungen, Müllabfuhrtermine sowie Einkaufs- und Übernachtungsmöglichkeiten in ihrem Ort informiert. Kremsmünster in Oberösterreich ist die erste Gemeinde, die ab sofort via Gem2Go-App die berührungslose Bluecode-Zahlung gemeinsam mit der regionalen Wirtschaft forciert. Voraussetzung für Nutzer ist lediglich ein Girokonto bei einer österreichischen Bank. „Etwa die Hälfte der Bürger in Kremsmünster nutzt bereits Gem2Go. Das mehrwertbasierte Bezahlen mit Bluecode in der Gem2Go-App wird den lokalen Unternehmen helfen, neue Kunden zu gewinnen und zu binden“, freut sich Reinhard Haider, Amtsleiter der Marktgemeinde Kremsmünster. „Ziel ist es, in naher Zukunft allen österreichischen Gemeinden und Betrieben das mobile Bezahlen mit der Gem2Go-App zu ermöglichen“, ergänzt Michael Kölbl, Geschäftsführer der RIS GmbH, dem Entwickler von Gem2Go.

Mobiles Bezahlen „made in Austria“

Kontaktloses Bezahlen hat während der Corona-Krise einen regelrechten Schub erfahren. Eine aktuelle Umfrage des Österreichischen Gallup-Instituts deutet aber darauf hin, dass dieser Trend auch nach der Krise bestehen bleibt. „Wenn auch kleine und mittlere Unternehmen auf Zahlungstrends aufspringen und dadurch auf das Bezahlverhalten der Bürger reagieren können, hilft das nicht nur den Kunden. Denn Bluecode funktioniert beim Bezahlen ohne den Austausch sensibler Daten, wodurch Kundendaten und Wertschöpfung bei den lokalen Betrieben und Banken bleiben – was bei Mobile-Payment-Diensten aus den USA nicht der Fall ist“, so Pirkner. Beim Bezahlvorgang zeigt die Gem2Go-App einen blauen Strichcode, den Bluecode, an. Nach dem Scan des Bluecodes beim jeweiligen Händler wird der Einkaufsbetrag direkt vom Girokonto des Kunden abgebucht und ein etwaiger eingelöster Treuebonus sofort gutgeschrieben.

In Betrieben aller Größen

Die Integration der Bluecode-Technologie in die Gem2Go-App ist nur der erste Schritt, die lokale Wirtschaft zu unterstützen – die Betriebe sollen durch die neue Zahlungsfunktion dazu animiert werden, den nächsten Digitalisierungsschritt zu machen und ihren Kunden die Handy-Zahlung als Alternative zur Bar- oder Kartenzahlung zu ermöglichen, um so auch die regionale Wirtschaft zu stärken. „Der Einstieg ist schnell und risikolos ohne große Investitionen möglich. Für kleinere Händler, Marktstände oder Kioske am Sportplatz reicht beispielsweise schon die Bluescan-App am Smartphone des Händlers, um den Bluecode des Kunden einzuscannen. Alternativ gibt es auch weitere Möglichkeiten, beispielsweise kann Bluecode direkt in das bestehende Registrierkassensystem integriert werden – für jede Unternehmensgröße ist eine passende Lösung vorhanden“, so Pirkner. Nachdem keine PIN-Eingabe am Terminal erforderlich ist, werden beim Bezahlvorgang alle Hygiene-Empfehlungen zum Schutz vor Covid-19 eingehalten.


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