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SPITAL AM PYHRN/HINTERSTODER. Bei ausreichender Schneelage starten die Skigebiete Wurzeralm und Hinterstoder-Höss noch vor Weihnachten in die Wintersaison – mit einem umfassenden Sicherheitskonzept und gemischten Gefühlen.

Vergangene Woche wurde mit der Beschneiung auf der Wurzeralm gestartet. (Foto: HiWu)
  1 / 4   Vergangene Woche wurde mit der Beschneiung auf der Wurzeralm gestartet. (Foto: HiWu)

Der Winter naht, die Ski sind gewachst und die Lust auf Pistengaudi und Pulverschnee steigt. Passendes Timing also, dass das Skigebiet Hinterstoder-Höss mit Samstag, 4. Dezember in die Saison startet. Mit voraussichtlich 22. Dezember soll dann auch die Wurzeralm in Spital am Pyhrn folgen. Je nach Menge des Naturschnees und den behördlichen Vorgaben können sich die Saisonstarts noch verschieben.

So groß die Vorfreude der Wintersportler auch ist – die Skigebietsbetreiber blicken wie schon im vergangenen Jahr einer unsicheren Zeit entgegen: „Es wird wieder eine Saison, wo wir nicht wissen, wie sie ausgehen wird“, sagt Helmut Holzinger, Vorstandsdirektor der Hinterstoder-Wurzeralm Bergbahnen AG. Mit 15. November trat die „5. Covid-19-Schutzmaßnahmenverordnung“ in Kraft, die in Seil- und Zahnradbahnen die 2G-Regel vorsieht. Auch während des landesweiten Lockdowns ist ein Besuch der Skigebiete möglich. Doch die Regelungen ändern sich laufend und eine fixe Planung ist fast unmöglich.

Mit 2G auf die Piste

Für den Saisonstart und die ersten Wochen gilt jedenfalls die 2G-Regel und FFP2-Maskenpflicht. Das heißt, dass nur geimpfte oder genesene Personen carvend und in Abfahrtshocke die schneeweißen Pisten hinunterfahren dürfen. Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr müssen keinen 2G-Nachweis erbringen. Bis zum 6. Dezember gelten auch Personen, die den ersten Impfstich und einen negativen gültigen PCR-Test vorweisen können, als 2G. Wie es danach weitergeht, wird sich erst zeigen.

Ticketsystem überarbeitet

„Wir konnten den Sommerbetrieb gut beenden. Vor allem der Oktober mit dem schönen Wetter und den Herbstferien war sehr erfreulich“, resümiert Holzinger. Mit Oktober startete dann der Saisonkartenverkauf und die Vorbereitungen für die Wintersaison. „Wer eine Skikarte kauft, muss ein gültiges Zertifikat vorweisen können. Derzeit wird noch daran gearbeitet, dass die Kontrollstellen mit dem Check des 2G-Nachweises verknüpft werden“, erklärt der HiWu-Vorstandsdirektor. Dieses Programm- und Software-update musste in kürzester Zeit auf die Beine gestellt werden. Hinzu kommen noch die ganz grundsätzlichen Vorbereitungen: Wartungen, Streckenkontrollen und nicht zuletzt die Beschneiung. „Arbeit haben wir genug“, sagt Holzinger lachend.

Auf Mitarbeitersuche

Eine weitere Herausforderung sei im Moment auch die Mitarbeitersuche. Vor allem an den Kassen und im Liftbereich werde noch Personal gebraucht. „Dass wir nicht alle Posten besetzen können, ist derzeit unsere Hauptsorge“, sagt Holzinger. Darum arbeite man stark mit dem Arbeitsmarktservice zusammen.

Unsichere Saison

„Die Saison 2019/20 hat uns Gott sei Dank gestärkt“, so Holzinger. Nicht zuletzt der Ski-Weltcup Ende Februar 2020 sorgte für einen positiven Saisonabschluss. Der vergangene Winter 2020/21 war dann das genaue Gegenteil – ein Umstand, der sich laut Holzinger nicht wiederholen dürfe: „Ein Winter wie letztes Jahr wäre wirtschaftlich gesehen schrecklich.“ Vor allem die Umsatzeinbußen durch die im Lockdown geschlossenen Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe seien einschneidend. Laut Holzinger wäre es „nicht vertretbar“, wenn die gegenwärtigen Maßnahmen verlängert und die Skihütten bis Weihnachten nicht öffnen dürften.

Treue Tagesgäste

Umso erfreulicher sei es, dass der Tagesgast den HiWu Bergbahnen treu geblieben sei. „Wir sehen bei den Saisonkartenverkäufen, dass die Leute wieder Skifahren wollen“, sagt Holzinger. Derzeit halten sich die Stornos noch in Grenzen und die Hoffnung, dass ab Jänner auch getestete Personen und Skiklassen wieder auf die Pisten dürfen, bleibe aufrecht.


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