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Fotografin Marlene Brandl fängt besondere Momente mit Brautpaaren am Berg ein

Susanne Winter, MA, 09.04.2024 19:04

MICHELDORF IN OÖ. Die Hochzeit ist wohl der schönste Tag im Leben vieler Paare. Dieser besondere Tag soll natürlich auch bildlich festgehalten werden. Immer mehr Brautpaare entscheiden sich für ein Shooting nach der Hochzeit. Auf die sogenannten „After Weddingshootings“ hat sich Marlene Brandl aus Micheldorf spezialisiert. Sie geht sogar noch einen Schritt weiter und wandert mit Braut und Bräutigam für die perfekte Kulisse auf einen Berg.

Marlene Brandl ganz in ihrem Element (Foto: Marlene Brandl Fotografie)
  1 / 6   Marlene Brandl ganz in ihrem Element (Foto: Marlene Brandl Fotografie)

Mit einem mehr als zwölf schweren Rucksack voll mit Kamera-Equipment auf dem Rücken wandert Marlene Brandl auf einen zuvor akribisch recherchierten Berg. Sie ist nicht alleine, begleitet wird sie von einem frischvermählten Paar. Im Rucksack des Bräutigams sind warme Kleidung, Tee und Taschenlampe – beim Abstieg wird es bereits kalt und dunkel sein. Anzug und Brautkleid hängen außen drauf. Die Fotografin geht voraus und gibt ein langsames Tempo vor. Ziel sind die schönsten Plätze am Berg mit traumhafter Aussicht und den besten Lichtverhältnissen.

Marlene Brandl hat zwölf Jahre Erfahrung als Fotografin und ist seit 2021 selbständig. Um sich von anderen Fotografen abzuheben hat die Micheldorferin das Konzept „Afterwedding bei Sonnenuntergang in den Bergen“ entwickelt. Bei ihr ist die Hochzeitsfotografie überhaupt nur damit buchbar. Das Shooting findet in der Regel an einem Tag in der Woche nach der Hochzeit statt, je nach Wetterlage. „Dann ist die Wartezeit auf die Fotos auch nicht so lange“, weiß Marlene Brandl.

Shooting als besonderes Erlebnis und Abenteuer

Die Berge sind von der Fotografin genau recherchiert und ausgewählt: „Der Ausblick und die Sonnenrichtung müssen passen, es darf kein anderer Berg im Weg sein und es muss ein hoher Berg sein. Das Ziel ist ein traumhaftes Bergpanorama.“ Die Brautpaare sollten eine gute Kondition haben und eine halbe bis zwei Stunden bergauf gehen können. Marlene Brandl fotografiert gerne in der Früh oder am Abend, da das Licht weicher ist.

Den Brautpaaren geht es beim After Weddingshooting meistens nicht um das perfekte Aussehen. Deshalb verzichten die meisten auf Dienstleister wie Frisör und Kosmetiker. Da werden die Haare selbst frisiert und der Brautstrauß ist oft von der Hochzeit noch frisch. „Es geht um die Kulisse und das Panorama und weniger um Nahaufnahmen“, erklärt die Fotografin.

Rechtzeitig Fotograf buchen

Möchte man einen bestimmten Fotografen zu einem fixen Termin, sollte man eineinhalb Jahre vorher anfragen. „Ich bin heuer mit mehr als 20 After Weddingshootings schon ausgebucht und viele kontaktieren mich jetzt schon für 2025“, berichtet die 30-Jährige. Ein zeitnahes persönliches Erstgespräch zum Kennenlernen sei wichtig. „Ein Fotograf ist bei intimen Momenten dabei. Da muss es schon harmonieren und von den Vorstellungen her passen. Wobei wir durch die Liebe zu den Bergen meistens schon eine gute Verbindung haben“, so Brandl.

Berge als Kulisse für Hochzeitsfotos

Oben angekommen darf kurz ausgeruht werden, bevor das Brautpaar in Anzug und Brautkleid schlüpft. Dann ist Marlene Brandl hinter der Kamera ganz in ihrem Element. „Das Brautpaar sollte sich so natürlich wie möglich verhalten, Ganz ohne Druck. Überraschenderweise sind Männer da oft viel entspannter“, berichtet die Fotografin. Nach dem Shooting geht es – meistens schon bei Dunkelheit – wieder ins Tal und das unvergessliche Bergerlebnis ist zu Ende.


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