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BEZIRK KIRCHDORF. Die Sommerferien gehen zu Ende und am 9. September ist Schulbeginn in Oberösterreich. Die Vorbereitungen laufen auch im Bezirk Kirchdorf auf Hochtouren. Zwar fehlen nach wie vor noch 15 Lehrer in den Pflichtschulen, doch die Bildungsdirektion ist optimistisch, dass auch diese besetzt werden können.

In der Mittelschule Kirchdorf werden Lehrer gesucht. (Foto: Winter)
  1 / 2   In der Mittelschule Kirchdorf werden Lehrer gesucht. (Foto: Winter)

Am 9. September heißt es wieder Schultasche packen und ab in die Schule. Besonders spannend wird dieses Schuljahr für die 525 Taferlklassler im Bezirk. Voraussichtlich 6.562 Schüler werden im Schuljahr 2024/25 die Allgemeinbildenden Pflichtschulen (APS), die Allgemeinbildenden höheren Schulen (AHS) und die Berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS) besuchen.

Offene Lehrerstellen

In der Bildungsregion Steyr-Kirchdorf waren bei der letzten Ausschreibung, von 22. bis 26. August, 29 Stellen in den Allgemeinbildenden Pflichtschulen (APS) ausgeschrieben, davon 15 im Bezirk Kirchdorf. Rund 85 Prozent dieser Stellen sind Teilzeitjobs. Bedarf gibt es in den Gegenständen Deutsch, Englisch, Mathematik, Bewegung und Sport, Musik, Informatik/Digitale Grundbildung, Physik sowie Chemie. Während des laufenden Schuljahres stellt die Bildungsdirektion fortlaufend Lehrer ein, um den Bedarf aufgrund von Langzeitkrankenständen und Karenzierungen zu decken.

Viele Pensionierungen

Im Sommer waren noch zwei Lehrerstellen für die MINT-Mittelschule Wartberg ausgeschrieben. Diese konnten nun mit einer Wiedereinsteigerin und einem Neulehrer besetzt werden. „Wir sind also in der glücklichen Lage ,voll besetzt’ starten zu können. Auch in den vergangenen Jahren konnten wir das gut schaffen. Im vergangenen Schuljahr haben auch drei Quereinsteiger den Dienst bei uns begonnen“, berichtet Direktor Dietmar Meran. Den Grund des Lehrermangels sieht er in den vielen Pensionierungen. „Dies wurde schon seit 2008 von der Personalvertretung jedes Jahr betont, Maßnahmen kamen aber recht spät“, erklärt Meran.

Ähnlich sieht das der Direktor der digiTNMS – Musikmittelschule Kirchdorf Andreas Kaiserreiner: „Es kommen zu wenig junge Lehrer nach. Das Lehramtsstudium wurde verlängert. Zudem berechtigt das neue Studium die Absolventen, auch an den Allgemeinbildenden höheren Schulen (AHS) zu unterrichten.“

Lehrerberuf weniger attraktiv

Der Lehrerberuf habe in den vergangenen Jahren stark an Attraktivität eingebüßt, so Kaiserreiner. „Im Vergleich mit Personen in anderen akademischen Berufen erhält man als Pädagoge eine geringere Bezahlung. Hinzu kommt die Herausforderung mit einer neuen Generation von Schülern zu arbeiten. Diese Heranwachsenden haben das globale Wissen sofort auf ihrem Smartphone abrufbar und erachten die Kommunikation als oberste Pflicht“, berichtet der Direktor.

Aktuell sind in der digiTNMS – MMS Kirchdorf zwei Stellen offen, doch Gespräche mit Bewerbern laufen. Um möglichst viele anzusprechen, sei eine Teilzeitanstellung möglich. „Wir hatten im vergangenen Schuljahr fünf Pensionierungen und zu Ende des Schuljahres vier Versetzungen – somit erscheinen zwei offene Stellen gering“, sagt Andreas Kaiserreiner und ist „guter Dinge, dass wir die beiden Stellen rasch besetzen können“. Sollte das bis Schulstart nicht gelungen sein, werden die offenen Stunden durch das Kollegium der Schule vertreten. „Der Schulstart wird regulär und in hoher Qualität für unsere Schüler stattfinden“, betont Kaiserreiner.

Situation hat sich verbessert

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Situation bezüglich dem Lehrerbedarf in Oberösterreich deutlich verbessert: Derzeit sind 301 Stellen in den Allgemeinbildenden Pflichtschulen (APS) ausgeschrieben, von denen 85 Prozent Teilzeitstellen sind. Im Pflichtschulbereich sind aktuell 45 Vollzeitstellen ausgeschrieben (Stand: 23. August).

Bildungsdirektor Alfred Klampfer ist optimistisch, dass alle Lehrerstellen besetzt werden können, auch wenn es in naher Zukunft für einzelne Standorte in Oberösterreich herausfordernd bleiben wird. „Die positive Entwicklung bei den Bewerbungen zeigt, dass unsere Maßnahmen greifen und wir auf dem richtigen Weg sind, den Lehrerbedarf nachhaltig abdecken zu können“, berichtet der Bildungsdirektor.


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