Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

NUSSBACH. Wie Jonglieren Kindern hilft, ihre Konzentration, ihre Motorik und ihr Selbstvertrauen aufzubauen, zeigt der ehemalige Volksschullehrer Simon Fischer aus Nußbach. Jonglieren klingt zwar nach Zirkus, doch es ist viel mehr als das.

Simon Fischer kennt die vielen Vorteile des Jonglierens. (Foto: Daniel Schaub)
  1 / 4   Simon Fischer kennt die vielen Vorteile des Jonglierens. (Foto: Daniel Schaub)

In den vergangenen zwei Jahren hat Simon Fischer mit über 60 Bildungseinrichtungen zusammengearbeitet. „Regelmäßiges Jonglieren bringt ganz viele Vorteile für Körper, Geist und Seele“, ist der 31-Jährige überzeugt: „Es aktiviert durch die Bewegung und das Bücken den Kreislauf, schafft Verbindungen zwischen den Hirnhälften und das mit Lebensfreude. Das bedeutet, man kann nicht genug üben, solange die Kraft reicht und keine Überforderung eintritt.“ Für das Erlernen empfiehlt der Experte kurze, intensive Sequenzen von 10 bis 15 Minuten. „Das Erlernen folgt dem Verlauf einer Welle, meistens stellt sich schnell ein Erfolg ein, der aber dann wieder verschwindet. Diese Wellen sind ansteigend und irgendwann ist das tiefste Tal dort, wo anfangs das Hoch war. Dann hat man die Grundtechnik erlernt und kann erste Tricks lernen, wodurch das Jonglieren vielseitiger und auch lustiger wird“, weiß Simon Fischer.

Grob-motorische Grunderfahrung vorteilhaft

Jegliche grob-motorische Grunderfahrung wirke sich, laut Fischer, positiv auf das Jonglieren aus, sei es Laufen, eine Ballsportart oder Schwimmen. „Je besser die beiden Hirnhälften vernetzt sind, desto einfacher ist das Erlernen. Daher ist es auch für Kinder oft eine große Herausforderung, was sich vor allem dadurch bemerkbar macht, dass sie beim Zwei-Bälle-Jonglieren den zweiten Ball meistens vor dem Körper übergeben und nicht werfen“, erklärt der Profi-Jongleur. Bei Erwachsenen sehe man das seltener, daher seien sie für das Lernen eher begünstigt. „Allerdings haben sie oft weniger Ausdauer beim Probieren, oder eine Hemmung, überhaupt anzufangen“, so Fischer.

Spielerisch zu mehr Geschick

Das Jonglieren kann positive Auswirkungen auf andere Tätigkeiten haben. „Ich erkenne beispielsweise bei mir, dass ich neue Sportarten sehr schnell auf ein hohes Niveau lernen kann und sehe das Jonglieren dafür als Basis“, meint der Nußbacher.

Kinder verbessern beim Jonglieren ihre Motorik und Koordination, während sie Spaß haben. „Kinder probieren einfach aus, und da sie voll im Moment sind, merken sie gar nicht, dass sie gleichzeitig lernen und trainieren“, erklärt Fischer, der vorwiegend mit Schulen im Rahmen des Turnunterrichts zusammenarbeitet. Die Arbeit mit Bällen, Tüchern, Flower Sticks oder Diabolos fördert Geschicklichkeit und aktiviert beide Gehirnhälften. Durch diese Aktivierung in Kombination mit Bewegung werden die Kinder, laut dem Experten, auf eine besondere Art entspannt und können anschließend dem Unterricht besser folgen.

Mehr Konzentration und Geduld im Schulalltag

Lehrpersonen berichten von Kindern, die nach dem Jongliertraining fokussierter und ausgeglichener wirken. „Dadurch erweitern Kinder ihre Frustrationstoleranz, wodurch sie lernen, auch mit schwierigen Aufgaben besser umzugehen. Diese Fähigkeit kann ihnen sowohl in den anderen Fächern, als auch im späteren Berufsleben helfen“, weiß Simon Fischer.

Mehr Selbstvertrauen durch kleine Erfolge

Jedes Erfolgserlebnis beim Jonglieren stärkt das Selbstvertrauen der Kinder. „Es ist immer wieder erstaunlich, wie stolz die Kinder sind, wenn sie einen neuen Trick gelernt haben. Ihre leuchtenden Augen, wenn sie das Erlernte vorzeigen wollen, gehören zu den schönsten Erlebnisse meiner Arbeit“, sagt Fischer. Eltern bestätigen, dass die kleinen Erfolge auch im Alltag spürbar werden: Kinder erledigen ihre Hausaufgaben dadurch oftmals konzentrierter und effizienter.

Workshops in der Region

Ob in Schulen, Horten, Gymnasien, auf Geburtstagsfeiern oder bei Individualtrainings, in den Jonglier-mit-mir Kursen von Simon Fischer können Kinder und Erwachsene die positiven Effekte des Jonglierens selbst erleben. „Jonglieren kann jeder lernen, der offen dafür ist, sich oft zu bücken,“ sagt Fischer mit einem Augenzwinkern. Weitere Infos unter www.Jonglier-mit-mir.at


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Kälberzwillinge Laura und Lorenz wachsen in Nußbach auf

Kälberzwillinge Laura und Lorenz wachsen in Nußbach auf

NUßBACH. Die Kälberzwillinge Laura und Lorenz sind gerade einmal eine Woche alt. Sie kamen am Bauernhof von Elisabeth und Anton Moser am Kahresberg ...

Tips - total regionalMaya Lauren Matschek
Jugendliche gestalteten Stiftsmauer in Kremsmünster

Jugendliche gestalteten Stiftsmauer in Kremsmünster

KREMSMÜNSTER. Ein buntes Graffiti schmückt die Stiftsmauer vor dem Haus der Generationen in der Linzer Straße 7 in Kremsmünster. Jugendliche ...

Tips - total regionalMaya Lauren Matschek
Adoratio-Kongress brachte 700 Menschen nach Kremsmünster

Adoratio-Kongress brachte 700 Menschen nach Kremsmünster

KREMSMÜNSTER. Rund 700 Menschen nahmen am ersten Adoratio-Kongress in Oberösterreich teil. Von 23. bis 25. Oktober kamen Gläubige im Stift ...

Tips - total regionalMaya Lauren Matschek
Pettenbachs Friedenskreuz wird 60 Jahre alt

Pettenbachs Friedenskreuz wird 60 Jahre alt

PETTENBACH. Zur Friedenswallfahrt am Oberkaibling lädt der Kameradschaftsbund Pettenbach am 30. Mai 2027. Dabei wird das 60-jährige Bestehen ...

Tips - total regionalMaya Lauren Matschek
Camerata Vocalis begeisterte Publikum beim Herbstkonzert in Pettenbach

Camerata Vocalis begeisterte Publikum beim Herbstkonzert in Pettenbach

PETTENBACH. Unter dem Titel „Strahlender Sternenklang“ lud die Camerata Vocalis Pettenbach zu ihrem Herbstkonzert in den Benediktisaal im ...

Tips - total regionalMaya Lauren Matschek
Landjugend Pettenbach erneut aktivste Ortsgruppe im Bezirk

Landjugend Pettenbach erneut aktivste Ortsgruppe im Bezirk

PETTENBACH. Die Landjugend Pettenbach ist erneut zur aktivsten Ortsgruppe im Bezirk Kirchdorf gekürt worden. Auch das aktivste Mädchen kommt ...

Tips - total regionalMaya Lauren Matschek
Weitere Beiträge