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BEZIRK KIRCHDORF/SCHLIERBACH. Trotz Corona-Krise scheint es, als seien Lehrlinge derzeit Mangelware. Allein im Bezirk Kirchdorf sind 180 Lehrstellen frei, betont die Wirtschaftskammer (WKO) Kirchdorf.

WKO-Obmann Klaus Aitzetmüller, Günther und Anita Wittmann, Philipp Bloderer (Foto: WKO Kirchdorf)
WKO-Obmann Klaus Aitzetmüller, Günther und Anita Wittmann, Philipp Bloderer (Foto: WKO Kirchdorf)

„Einigen Unternehmen ist es nicht gelungen, die notwendige Anzahl an Jugendlichen für den Ausbildungsstart 2020 zu bekommen. Die Gründe sind sehr unterschiedlich“, berichtet Siegfried Pramhas, Bezirksstellenleiter der WKO Kirchdorf. „Es überrascht uns, dass einerseits von hoher Arbeitslosigkeit gesprochen und andererseits viele Fachkräfte fehlen. Der sogenannte Fachkräftemangel hat bestimmte Branchen gleich wieder eingeholt“, sagt Kirchdorfs WKO-Obmann Klaus Aitzetmüller nachdenklich. Laut dem Arbeitsmarktservice Kirchdorf gibt es derzeit 46 sofort verfügbare Lehrstellen und 134 nicht sofort verfügbare Lehrstellen im Bezirk.

Betriebsbesuch in der Tischlerei Wittmann KG in Schlierbach

Im Zuge eines Betriebsbesuches in der Tischlerei Wittmann KG in Schlierbach wurde das Thema vor Ort erörtert. „Wir haben in den letzten Jahren tolle junge Leute für die Ausbildung gewinnen können. Das Beste was dir als Unternehmen passieren kann ist mitzuerleben, wie junge Leute während der Ausbildung aufblühen“, freut sich Geschäftsführer Günther Wittmann. Lehrling Philipp Bloderer wird gerade als Tischlereitechniker ausgebildet und weiß, was sich Jugendliche von einer Lehrstelle erwarten: „Ein gutes Arbeitsklima, Zusammenarbeit, etwas ausprobieren zu dürfen und gefordert zu werden.“

Fachkräfte von morgen

„Lehrlinge sind die Fachkräfte von morgen. Eine coole und interessante Wissensvermittlung mit entsprechender Wertschätzung ist unbedingt erforderlich“, betont der WKO-Obmann.


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