"Wir wollten ein Abenteuer erleben – und das ist uns auch gelungen"
WIEN/KIRCHHAM. In vier Tagen auf dem Vierrad von Wien bis nach Kirchham radeln: Das war das Ziel von Andreas Hutterer und Florian Huemer. Einen Reifenplatzer und ein abschleppendes Maxi-Moped hatten die beiden aber nicht auf dem Plan.

Um den Abschluss ihres Bachelor-Studiums – BoKu bzw. BWL – gebührend zu feiern, starteten die beiden jungen Kirchhamer ihre auf 280 Tret-Kilometer angelegte Vierradtour und kamen am Ende des ersten Tages wie geplant – „zwar fertig aber auch total motiviert“ in Krems an, wie Florian Huemer erzählt.
Herausforderung geplatzter Reifen
Nach einer Nacht bei Freunden ging es weiter Richtung Krems – als bei Spitz an der Donau ein Reifen platzte. Eine kurze Inspektion zeigte: Nicht nur der Schlauch war kaputt, auch der Mantel hatte einen Riss. Die benötigten Reifen waren nicht aufzutreiben, und zwar weder in Spitz noch in Melk oder Enns, wohin die beiden ihr Gefährt per Tourismusschiff und Bahn transportierten.
Maxi als Abschlepp-Fahrzeug
Ab Enns stellte Freund Philipp Plasser sein Maxi als Abschleppwagen zur Verfügung: „Das war zwar holprig, aber es ging – bis der Gummi in Lambach dann völlig von der Felge herunter gefallen ist“, erinnert sich Huemer. So ging es mit der Lokalbahn weiter, zunächst nach Vorchdorf und schließlich ins heimatliche Kirchham – „und dann haben wir das Rad heimgeschoben“, schmunzelt Huemer. Seine Bilanz: „Man sollte sich auf so etwas sicher besser vorbereiten, zum Beispiel einen Ersatzreifen besorgen. Aber andererseits: Wir wollten ein Abenteuer – und das ist uns auch gelungen“.


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