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KOLLERSCHLAG. Viele Hände haben am Wochenende mitangepackt, um die Notunterkunft des Roten Kreuzes wieder von Julbach nach Kollerschlag zu übersiedeln. Fleißige Helfer werden auch weiterhin gebraucht.

  1 / 2   Feuerwehr, Bundesheer und viele Freiwillige haben gemeinsam die Betten, Zelte und Container des Rotkreuz-Notquartiers übersiedelt. Foto: Rotes Kreuz

Bereits vor etwa einem Monat war in Kollerschlag für einige Tage ein Rotkreuz-Notquartier eingerichtet. Weil die Stockschützenhalle in Julbach für einen Winterbetrieb nicht geeignet ist, greift man jetzt wieder auf diesen Standort zurück. Feuerwehr, Bundesheer und viele Freiwillige haben gemeinsam die 250 Betten, die Zelte und WC- und Sanitätscontainer übersiedelt. Durchreisende Flüchtlinge können jetzt in Kollerschlag eine Rast einlegen und neue Kraft schöpfen, essen, trinken, sie werden ärztlich versorgt und können auch die Nacht über bleiben.

„Unsere Stockhalle ist kleiner und baulich besser ausgeführt und kann somit leichter beheizt werden. Aber das Quartier ist ohnehin nicht als Dauerlager vorgesehen – mit Ende November soll es abgebaut werden“, informiert Kollerschlags Bürgermeister Franz Saxinger. Er sieht die Zustimmung der Sportunion, die Halle wieder als Notquartier zur Verfügung zu stellen, als Akt der Menschlichkeit. „Wir leisten damit unseren örtlichen Beitrag, um den Menschen auf der Flucht zu helfen.“

Gleichzeitig versteht Saxinger aber auch die Ängste und Sorgen der Bevölkerung. „Die Flüchtlinge gehen auf ihrem Weg zur deutschen Grenze direkt durch die Ortschaften Mistlberg und Fuchsödt. Aber wie die Woche im September gezeigt hat, sind diese Sorgen unbegründet.“ Das Ziel der überwiegend jungen Burschen bleibe Deutschland. „Falls Deutschland die Grenzen schließt, werden keine Flüchtlinge mehr nach Kollerschlag gebracht“, betont der VP-Bürgermeister.

Rotkreuz koordiniert Hilfe

Das Notquartier wird vom Roten Kreuz organisiert und betreut. Wer freiwillig helfen will, kann sich jederzeit bei der Leitstelle Rohrbach melden (Tel. 07289/6444). Sachspenden werden über die Facebook-Seite der RK-Bezirksstelle koordiniert.


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