Alle Kollerschlager FPÖ Mandatare sind zurückgetreten
KOLLERSCHLAG. Wegen Behinderung der Prüftätigkeit, warf die FPÖ in Kollerschlag das Handtuch.

13 statt 18 Mandatare sitzen seit der letzten Sitzung im Kollerschlager Gemeinderat. Die fünf FPÖ-Gemeinderäte warfen das Handtuch und werfen der Mehrheitsfraktion (ÖVP) „Behinderung der Prüftätigkeit“ vor. „Es bestand schon seit 2017 ein Konflikt wegen Ungereimtheiten bei den Müllgebühren“, erklärte FPÖ-Bezirksvorsitzende Ulrike Wall.
Demnach wurden in zirka 16 Fällen zu geringe Müllgebühren eingehoben. „Der Prüfungsausschuss hat das aufgezeigt. Da ging es vor allem um zu geringe Tonnengrößen für einige Haushalte. Wir haben das natürlich repariert“, sagte Kollerschlags Bürgermeister Franz Saxinger (ÖVP). Der FPÖ-geführte Prüfungsausschuss wollte nun in die Einzahlungsbelege überprüfen. „Das wurde unseren Leuten verwehrt. Sie fühlen sich in ihrer Prüfungstätigkeit eingeschränkt“, bestätigte Ulrike Wall.
Saxinger: „Der Amtsleiter hat dem Prüfungsausschuss die entsprechenden Buchungen am Bildschirm gezeigt, das hat den meisten Mitgliedern gereicht“. Außerdem gab es diesbezüglich auch eine Aufsichtsbeschwerde beim Land: „Diese wurde jedoch abgewiesen. Die Gemeinde hat richtig gehandelt. Für uns war die Sache damit erledigt“, resümiert der Bürgermeister.
Vorerst keine Fraktion
FPÖ-Bezirkschefin Wall bedauert diesen Schritt. „Natürlich tut es mir für unsere Wähler leid, dass wir in Kollerschlag keine Fraktion mehr haben. Wir müssen uns doppelt anstrengen um nun mit neuen Leuten in die nächste Wahl zu gehen“. Die FPÖ hat in Kollerschlag vor allem auch unter dem Eindruck der Flüchtlingskrise 2015 mit fünf Mandaten außerordentlich gut abgeschnitten. Die SPÖ hält bei drei Mandaten, Saxingers ÖVP bei elf.


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