Hobbybiker bezwang Großglockner
EGELSEE. Zehn Hobby-Radler traten bei der Ö3-Großglockner-Challenge gegen Österreichs schnellsten Bergläufer Markus Hohenwarter an. Einer von ihnen war Fotograf Hannes Polt aus Egelsee, der die 1.300 Höhenmeter mit seinem Mountainbike bezwang.

Normalerweise ist Hannes Polt in der Wachau oder am Jauerling unterwegs. Doch schon seit geraumer Zeit reizte den Hobby-Mountainbiker der Gedanke nach einer größeren Herausforderung. Als der Radiosender Ö3 zehn Amateure suchte, die am Großglockner gegen Bergläufer Markus Hohenwarter antreten wollen, nutzte der 36-Jährige Gelegenheit und bewarb sich.
Erst drei Tage vor dem Wettstreit erfuhr Hannes Polt, dass er dabei ist. Gemeinsam mit neun weiteren Mitstreitern aus allen Teilen Österreichs machte er sich auf den Weg zum Großglockner. Kein Geringerer als Gerrit Glomser – zweifacher Österreich-Radrundfahrt-Sieger und Glocknerkönig 2008 – coachte die Herausforderer und gab ihnen zahlreiche Tipps.
Mountainbike als Nachteil
Montagmorgen um 7 Uhr erfolgte dann der Startschuss in Heiligenblut. Ö3-Hörer konnten das Rennen live in der Morningshow mitverfolgen. Um für faire Bedingungen zu sorgen, mussten die Radler zuerst zwei Dorfrunden drehen, ehe sie auf die Hochalpenstraße wechselten. Doch auf dieser vergleichsweise ebenen Strecke merkte Polt, dass er als einziger Mountainbiker mit seinen Rennrad-Kollegen nicht mithalten würde können. „Ich bin dann mein Tempo raufgefahren“, erzählt der 36-Jährige. „Ich wusste, die ersten fünf Plätze kann ich mir definitiv abschminken.“
Die Herausforderung war groß – „wenn auch nicht so groß, dass ich hinterher vom Rad gefallen wäre“, so Polt, der erst seit Jahresbeginn intensiv trainiert. In 2:08 Stunden erreichte er als Letzter das Ziel in 2.396 Metern Höhe. Enttäuscht? Nein. „Es ist ein irres Gefühl oben angekommen zu sein“, meint der Egelseer. Übrigens: Nur drei Radlern gelang es, schneller als Markus Hohenwarter mit 1:30 zu sein.
Lust auf Rennrad geweckt
Die Challenge hat Polt jedenfalls Lust aufs Rennradfahren gemacht. Aber auch seinem Mountainbike will er weiter die Treue halten: „Meine Heimat ist der Schotter“. Und schon jetzt ist er sich sicher, dass er den Großglockner noch ein weiteres Mal in Angriff nehmen will...








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