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KREMS. Seit vielen Jahren macht sich Susanne Faux aus dem Kremser Stadtteil Egelsee bereits für den Tierschutz stark. Aktuell sucht die 57-Jährige tierliebe Menschen in Niederösterreich, die vorübergehend einen ungarischen Tierheimhund bei sich aufnehmen möchten, bis dieser ein neues Zuhause gefunden hat.

Susanne Faux mit ihren Hunden Luisa (l.) und Ferdi, die beide aus Ungarn kommen. Luisa wurde mit eineinhalb Jahren aus einer Versuchsanstalt gerettet, der ehemalige Straßenhund Ferdi drohte in einer Tötungsstation zu enden. Foto: Brandt

Seit 30 Jahren teilt Susanne Faux ihr Leben mit Hunden. Genauso lang engagiert sie sich bereits für den Tierschutz, unter anderem war sie 14 Jahre lang im Kremser Tierheim tätig. Jetzt kümmert sie sich um Hunde in Ungarn – „weil man im Ausland noch mehr Leid sieht“. Konkret engagiert sich die frühere Magistratsangestellte für den steirischen Tierschutzverein Nino. Mit Geld- und Sachspenden unterstützt dieser ein Tierheim in Ungarn und kümmert sich um die Vermittlung der Hunde in Österreich.

Unzählige Tiere gerettet

Die Tierschützerin Aranka Rudas hatte vor etwa fünf Jahren erreicht, dass die Tötungsstation in ihrem Heimatort Hatvan (60 Kilometer östlich von Budapest) geschlossen wurde. Bedingung war jedoch, dass sie sich fortan selbst um die herrenlosen Hunde kümmert, die sonst dort gelandet wären. Auch dank der Unterstützung aus Österreich ist es Rudas gelungen, ein Tierheim nach westlichen Maßstäben aufzubauen. Gleichzeitig betreibt sie Aufklärungsarbeit in Schulen und Kindergärten, um mehr Bewusstsein für den Tierschutz zu schaffen.

Pflegeplätze gesucht

Der Verein Nino verfügt bereits über Pflegestellen in der Steiermark, Oberösterreich und Wien. Aktuell werden dringend tierliebe Menschen in Niederösterreich gesucht, die den ungarischen Hunden ein Zuhause auf Zeit geben möchten. Erfahrung mit Hunden ist keine Voraussetzung, Interessenten sollten jedoch genügend Zeit für ein Tier haben. Oft dauert es nur wenige Tage, manchmal auch mehrere Monate, bis ein Hund sein endgültiges Zuhause gefunden hat. Während dieser Zeit übernimmt der Verein die Kosten für Tierarzt, Haftpflichtversicherung und gegebenenfalls auch das Futter.

Hunde dürfen oft bleiben

„Am liebsten wären uns natürlich Endstellen, aber vorübergehend hilft man auch sehr mit Pflegeplätzen“, erklärt Faux. Nicht selten passiere es jedoch, dass die „Pflegeeltern“ den Hund ohnehin nicht mehr hergeben wollen. Faux weiß, wovon sie spricht, denn auf diesem Weg ist sie vor drei Jahren zu ihrem Hund Ferdi gekommen. Sie hatte den überaus freundlichen Beagle-Mischling ursprünglich nur zur Pflege bei sich aufgenommen, konnte sich aber schon bald nicht mehr von ihm trennen.

Nur gesunde Tiere

Faux zufolge werden nur gesunde Tiere vermittelt. Verhaltensauffälligkeiten seien bei den Hunden eher selten. Oftmals würden Welpen vermittelt, da im Tierheimalltag oft keine Zeit bleibt, die Jungtiere ausreichend zu erziehen. Alle Hunde seien geimpft, gechipt und entwurmt.

Futterspenden willkommen

Wem es nicht möglich ist, ein Tier bei sich aufzunehmen, kann die Tierschützer auch mit einer Patenschaft unterstützen. Ende Oktober fahren Mitglieder des Vereins das nächste Mal nach Ungarn. Susanne Faux nimmt dafür gerne Futterspenden entgegen.

Kontakt:

Susanne Faux

Tel. 0676/9305114

susanne.gismo@ktv-krems.at

www.tierschutzverein-nino.com


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