Aufräumarbeiten nach Hochwasser am Kremsfluss
KREMS. Der Hochwasserschutz am Kremsfluss hatte am vergangenen Wochenende seine erste Bewährungsprobe seit Fertigstellung der zweiten Ausbaustufe.

Massive Gewitter südlich von Zwettl führten in der Nacht auf Sonntag zu einem sprunghaften Anstieg des Wasserspiegels am Kremsfluss. Die Wassermassen wurden von den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Krems kontrolliert und richteten keinen Schaden an Straßen und Häusern an. Seit Montag früh laufen die Aufräumarbeiten. Die Mitarbeiter des städtischen Wirtschaftshofes sind im Einsatz, um das Treibholz zu entfernen, welches das Hochwasser in Unmengen geschwemmt hatte. „Dieses Treibholz stellt eine ernsthafte Gefahr für die Sicherheit dar. Daher sollte kein Holz entlang des Kremsflusses gelagert werden, weil es dann im Hochwasserfall schnell zu Verklausungen kommen kann“, appelliert Bürgermeister Reinhard Resch (SPÖ) an die Grundstückseigentümer und Anrainer, Holzlagerungen am Flussufer zu entfernen. Neben den Mitarbeitern die Wirtschaftshofes ist auch die Freiwillige Feuerwehr im Einsatz, um die überfluteten Uferbegleitwege zu reinigen. Das beliebte Freizeit- und Erholungsgebiet am Kremsfluss soll wieder schnell benutzbar sein.
Planungen für den letzten Abschnitt des Hochwasserschutzes im Laufen
Das gesamte Hochwasserschutzprojekt für den Kremsfluss umfasst den rund sechs Kilometer langen Flussabschnitt zwischen Hafenstraßen-Brücke und der Stadtgrenze zu Senftenberg. Die gesamten Baukosten sind mit 34 Millionen Euro beziffert. Die erste Maßnahme startete bereits im Jahr 2004 mit dem Ausbau des Stratzingbaches und Flussbettarbeiten. Danach wurden die Mehrl- und die Mühlhofbrücke sowie die Fußgängerübergänge Florianisteg und Klomsersteg neu errichtet, die Spitalbrücke wurde angehoben. Ein weiterer Teilabschnitt umfasste die Sanierung bzw. Neuerrichtung von Stützmauern und Schutzwänden zwischen Hafenstraße und Pfannlsteg. Parallel dazu erfolgte die Neugestaltung des Kremsufers zu einem neuen Freizeit- und Naherholungsraum. Als nächstes folgten der Abschnitt Pfannlsteg – Schmittbrücke und der Umbau zweier Wehranlagen in Rehberg. Derzeit laufen die Planungen für den letzten Abschnitt des Hochwasserschutzbaues, nämlich den Ausbau des Kremsfluss-Gerinnes bis zur Stadtgrenze.


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