Kunstrasenplatz erhitzt die Gemüter
KREMS. Der umstrittene Fußballtrainingsplatz auf dem Dach des neuen Parkdecks in Stein sorgte einmal mehr für Diskussionsstoff im Gemeinderat.

Ein Blick zurück: Bevor das Land Niederösterreich in der Yachthafenstraße ein neues Parkdeck für die Kunstmeile errichtet hat, befand sich dort der Trainingsplatz der Steiner Fußballer. Dieser musste für den Garagenbau weichen und wurde schließlich mit Kunstrasen auf dem Dach des Parkdecks neu errichtet.
Vereine müssen zahlen
Die Steiner Fußballer dürfen den Trainingsplatz weiterhin kostenlos benutzen. Alle anderen Sportvereine mit Meisterschaftsbetrieb müssen in drei Jahren jedoch für die Benützung des Platzes zahlen. Dies beschloss der Gemeinderat mehrheitlich in seiner jüngsten Sitzung. Ab 2021 zahlen die Vereine 8,40 Euro pro Stunde für den Platz und vier Euro pro Stunde für das Flutlicht – und damit genauso viel wie am Ausportplatz. „Der Kunstrasenplatz ist natürlich eine gewaltige Aufwertung“, begründet Sportstadtrat Albert Kisling (SPÖ) diese Maßnahme.
FPÖ: „ewiges Ärgernis“
Eine Ansicht, die nicht alle Mandatare im Gemeinderat teilen: „Wir waren von Anfang an dagegen 600.000 Euro für den Kunstrasenplatz auszugeben. Er ist für Fußball nicht geeignet“, meint ProKrems-Gemeinderat Adolf Krumbholz. Als „ein ewiges Ärgernis“ und „nicht besonders zielführend“ bezeichnet FPÖ-Gemeinderätin Susanne Rosenkranz das Bauwerk. „Den Kindern hat man den Platz weggenommen und nichts Adäquates geschaffen“, kritisiert KLS-Mandatar Wolfgang Mahrer.
Kisling sehr zufrieden
„Wir haben die Rückmeldung von den Vereinen, dass der Platz sehr gut gelungen ist“, betont hingegen Sportstadtrat Kisling. Mit seiner Größe von 40x40 Metern sei er ideal für die Jugend. Der Platz sei „eine Bereicherung“ für die Fußballer und werde auch „sehr gut angenommen“.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden
11.07.2018 19:52
Wahnsinn
Also ich muss ja sagen, dass ich selbst ein großer Fußball-Fan bin, aber da habe ich schon Bedenken... meines Erachtens macht Fußball über einem Parkplatz keinen Sinn, ein Spielplatz wäre besser gewesen.