Interview: "Man darf nie zu sehr mit sich zufrieden sein"
KREMSMÜNSTER. Der Kremsmünsterer Philipp Prückl gewann vor Kurzem mit seiner Band „Farewell Dear Ghost“ den Fm4 Music Award.

Tips: Wie hast du deine Leidenschaft für Musik entdeckt?
Philipp Prückl: In der Volksschule habe ich Blockflötenunterricht erhalten. Das hat meine Mutter mir nahe gelegt. Mein Bruder hat Klavier gespielt. Meine ehemalige Blockflötenlehrerin meinte, ich sei am Fußballplatz besser aufgehoben als im Flötenunterricht. Dadurch kam ich aber schon sehr früh mit der Musik in Berührung.
Tips: Wie ging es danach weiter?
Prückl: Mit 13, 14 Jahren entwickelte sich dann mein Interesse an Bands und am Gitarrespielen. So mit 17 Jahren habe ich mit ein paar Freunden die Band „The Nintendos“ gegründet. Nach dem Zivildienst bin ich 2008 nach Graz gegangen. Dort habe ich unseren jetzigen Sänger Philipp Szalay kennengelernt.
Tips: Wie entstand eure Band „Farewell Dear Ghost“?
Prückl: Nach den „The Nintendos“ bin ich dann zu „Farewell Dear Ghost“ gestoßen. Beim Festival „Rock im Dorf“ in Schlierbach haben ich 2013 mein erstes Konzert mit Farewell Dear Ghost gespielt. Ende 2016 haben wir angefangen das zweite Album aufzunehmen, welches Ende letzten Jahres erschienen ist. Unsere Shows wurden nach und nach immer größer und aufwendiger. Man darf halt einfach nie zu sehr mit sich zufrieden sein und muss immer weiter hart arbeiten, um voranzukommen.
Tips: Warum heißt eure Band “Farewell Dear Ghost“?
Prückl: Diese Idee kam von Philipp Szalay. „Farewell Dear Ghost“ ist ein Liedtitel des Sängers „Monta“. Leider gibt es keine romantische Geschichte über die Entstehung unseres Bandnamens (lacht).
Tips: Wie lief die Bewerbung für den Fm4 Music Award ab?
Prückl: Jedes Jahr werden 20 Künstler oder Bands für die Amadeus Austrian Music Awards nominiert. Eine der Kategorien ist der Publikumsaward. Hier entscheidet nur das Publikum über den Gewinner. Zuerst gibt es eine Votingrunde, bevor fünf Finalisten feststehen. Danach kann für diese Fünf nochmal gevotet werden.
Tips: Ihr habt euch sicher sehr über den Preis gefreut. Was bedeutet so eine Auszeichnung für dich?
Prückl: Ich bin so erleichtert und froh, dass wir diesen großartigen Preis nun endlich gewonnen haben. Bereits 2013 waren wir schon einmal für den Publikumspreis nominiert. Haben aber nicht gewonnen. Jetzt hat es endlich geklappt. Dieser Preis ist eine Belohnung für die Arbeit, die man leistet. Bei der offiziellen Preisverleihung Ende April erhalten wir dann unsere Trophäe. Da habe ich anfangs auch gedacht, ich werde es nicht schaffen, und dann hat es doch geklappt.


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