Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

KREMSMÜNSTER. Alle zehn Jahre wird in Kremsmünster ein Zukunftsprofil erstellt, in dem gemeinsam mit der Bevölkerung Ziele ausformuliert werden, wie sich Kremsmünster weiterentwickeln soll. Jetzt hat dieser Prozess zum insgesamt dritten Mal stattgefunden.

Das Kernteam der Gemeinde Kremsmünster für das Zukunftsprofil Foto: Gemeinde Kremsmünster
Das Kernteam der Gemeinde Kremsmünster für das Zukunftsprofil Foto: Gemeinde Kremsmünster

Ende Mai lud die Gemeinde zu 13 Workshops, in der die Bevölkerung eingeladen war, Ideen und Wünsche zu deponieren und zu diskutieren. Kremsmünster ist die erste Gemeinde Österreichs, die auch die Nachhaltigkeitsziele der UNO mit einbaut. In Zusammenarbeit mit der Zukunftsakademie Linz wurden die 17 Haupt- und 167 Unterziele auf fünf Kernbereiche und 64 Fragen heruntergebrochen, die in den Prozess integriert wurden.

„Das ist eine Horizonterweiterung. Wir können damit auch hinterfragen, ob wir wirklich alles berücksichtigt haben“, hält Bürgermeister Gerhard Obernberger den Ansatz für sehr wichtig. „Die 193 Länder können das gerne beschließen, wenn wir das auf regionaler Ebene nicht auch umsetzen, wird es schwierig sein“, ist Obernberger überzeugt.

Alle Bevölkerungsgruppen können mitreden

Es gab einen eigenen Workshop mit den Volksschulen. Aber auch die Senioren, die Wirtschaft, die Jugendlichen und die jungen Erwachsenen sowie die Vereine wurden eingeladen. Und der Prozess wurde von der Bevölkerung sehr gut angenommen.

„Auch von Leuten, die nicht unmittelbar bei Workshops dabei waren, wurde es goutiert, weil sie sagen, wir haben die Möglichkeit, dass wir unsere Ideen einbringen“, erzählt der Bürgermeister. „Man merkt schon, dass es auch ein Wunsch in der Bevölkerung ist, mitreden zu können.“

Er bemerkt auch immer wieder, dass jene Personen, die in den Prozess involviert sind, über Gespräche im Freundes- und Bekanntenkreis oder mit den Nachbarn Meinungsbildner nach außen sind. „Das ist ein sehr guter Demokratieprozess. Dass einfach Verständnis auch für andere Meinungen und Ideen stärker aufkommt“, ist Obernberger überzeugt.

Schnelle Umsetzung als Ziel

Der Prozess läuft über eineinhalb Jahre. Zunächst werden die Ergebnisse von den Workshops ausgewertet und ähnliche Wünsche und Interessen der verschiedenen Gruppen zusammengefasst. Damit können die wichtigsten Schwerpunkte herausgefiltert werden.

„Es gibt viele gute Ideen, die vielleicht relativ schnell umsetzbar wären und nicht viel kosten. Das ist sehr wichtig, dass solche Prozesse einfach auch dann gleich einen Output haben, dass die Bevölkerung sieht, es war nicht umsonst“, ist die rasche Umsetzung ein wichtiges Ziel des Bürgermeisters. „Wir haben uns auch das Leitbild (früherer Name) angeschaut und es ist auch viel davon umgesetzt worden. Die Diskussion in der Breite ist wichtig und es sind immer wieder super Ideen dabei, die man auch mit aufnehmen kann“, sind die Ergebnisse für Obernberger wichtig.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden