Lehrlinge setzten alten „Holländer“ in liebevoller Kleinarbeit wieder in Stand
LAAKIRCHEN. Im Papiermachermuseum können Besucher den Betrieb historischer Papiermaschinen bestaunen oder auch selbst Papier von Hand schöpfen. Um das benötigte Ausgangsmaterial, den Papierstoff, zu erzeugen, restaurierten Lehrlinge der Papierfabrik UPM Steyrermühl einen historischen Mahlholländer.

Acht Lehrlinge der Sparten Elektrotechnik und Metalltechnik machten in liebevoller Kleinarbeit das seltene und nicht mehr betriebsbereite Stück wieder betriebsbereit. Sie konstruierten fehlende Teile neu, wie den elektrischen Antrieb oder das Herzstück des Mahlzeuges, das Grundwerk. Weiters wurden Sicherheitsvorkehrungen, wie Schutzabdeckungen, bei drehenden Teilen angebracht.
„Es macht mich stolz, den fertigen Holländer zu sehen“, sagt Andreas Weber, Metalltechniklehrling im vierten Lehrjahr. „Ich habe die Sicherheitsabdeckungen konzipiert und hergestellt, sodass sie den Arbeitssicherheitsrichtlinien entsprechen und dennoch das historische Stück nicht beeinträchtigen.“ Maximilian Wimmer, drittes Lehrjahr, hat gemeinsam mit einem Kollegen das Grundwerk passend zur Mahlwalze CNC-gefräst. „Es war eine knifflige und äußerst genaue Arbeit, da das Mahlzeug, bestehend aus Walze und Grundwerk, perfekt zusammenpassen muss, um den optimalen Faserbrei zu erzeugen.“
Martin Auinger, Leiter der Lehrwerkstatt bei UPM, ist solz auf seine Lehrlinge: „Bei der Ausbildung unserer künftigen Fachkräfte ermuntern wir sie, das Gelernte immer wieder in der Praxis anzuwenden, selbst kreativ Lösungen zu finden und umzusetzen. Dieses Prinzip hat sich bestens bewährt.“


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