Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

LAAKIRCHEN. Mit der offiziellen Beauftragung durch die Diözese am Wochenende ist es amtlich: Die Pfarre Steyrermühl wird künftig durch ein Seelsorgeteam geleitet. Was bedeutet das für die Pfarre und ihre Mitglieder? Tips hat mit Rudolf Pülzl aus dem Seelsorgeteam gesprochen.

Bischofsvikar Willi Vieböck (4.v.r.) beauftragte das Steyrermühler Seelsorgeteam rund um Pfarrer Franz Starlinger (l.): Brigitte Franz, Christine Forstenpointner, Gerald Rimpf, Rudolf Pülzl, Ingrid Hessenberger und Marianne Hutterer (v.l.) Foto: Pfarre Steyrermühl/ Krottenauer

Tips: Wie kam es zur Entscheidung, ein Seelsorgeteam einzurichten?

Rudolf Pülzl: Im vergangenen Herbst stand die Pensionierung unserer Pfarrassistentin an. Es war klar, dass unsere etwas über 600 Mitglieder zählende Pfarre keinen Nachfolger bekommen würde. Eine Umfrage hat dann ergeben, dass die Menschen sehr an der Eigenständigkeit der Pfarre hängen. Daher haben wir uns entschieden, gemeinsam mit dem Laakirchner Pfarrer Franz Starlinger ein ehrenamtliches Seeslorgeteam einzurichten, wie es bereits in Traunkirchen und Roitham gelebt wird.

Tips: Wie funktioniert die Leitung durch ein Team?

Pülzl: Wir sind sechs Leute, die im vergangenen Jahr gemeinsam die Ausbildung gemacht haben. Wir haben die Zuständigkeiten aufgeteilt – Caritas, Liturgie und Gemeinschaft – und machen regelmäßige Teambesprechungen. Zu Beginn waren wir schon etwas unsicher, ob wir uns das zutrauen können, aber in der Ausbildung sind wir positiv bestärkt worden und konnten uns gut vorbereiten. Mitterweile haben sich bereits zwei weitere Personen gemeldet, die künftig im Team mitarbeiten werden.

Tips: Sie arbeiten alle ehrenamtlich?

Pülzl: Wir machen das in unserer Freizeit. Bis auf zwei sind wir alle Pensionisten, aber natürlich hat auch jeder seine Verantwortung und braucht auch Zeit für sich und die Familie. Wir haben daher ausgemacht, dass wir uns gegenseitig sagen, wenn es jemandem zu viel wird. Das ist auch wichtig, damit man mit Freude arbeiten kann.

Tips: Was ändert sich für die Pfarrmitglieder?

Pülzl: Ich habe den Eindruck, dass es gut geht. Die Besucherzahl bei den Gottesdiensten ist gleich geblieben. Viele sagen, es hat sich nicht viel geändert – und bei den meisten ist die Freude über den Erhalt der Eigenständigkeit groß. Was vermutlich noch auf uns zukommen wird, ist, dass wir manche Eucharistiefeiern durch Wortgottesfeiern ersetzen müssen. Derzeit geht das dank der Unterstützung durch einen pensionierten Pfarrer noch ganz gut.

Tips: Was macht für Sie das Wichtige an der Arbeit aus?

Pülzl: Es ist uns ein Anliegen, dass Buntheit und Vielfalt in der Pfarre gelebt werden darf. Wichtig ist auch die überpfarrliche Zusammenarbeit mit den Pfarren im Seelsorgeraum und mit den evangelischen Pfarren. Vor allem aber, dass man die Gemeinschaft, die für alle bedeutsam ist, auch pflegt.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden