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LAAKIRCHEN. Das Thema Stadtkerngestaltung war in Laakirchen in den vergangenen Jahren immer wieder aktuell. Nun sollen konkrete Schritte gesetzt werden, erzählt Bürgermeister Fritz Feichtinger im Tips-Gespräch.

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Tips: Welche Fortschritte gibt es bei der Stadtkerngestaltung?

Fritz Feichtinger: Wir haben kürzlich ein Architektenhearing durchgeführt und sind jetzt bei der Auswahl in der Endphase. Dabei ist auch die Verkehrsplanung im Zentrum ein Thema, ebenso wie eine Stadtbelebung und ein entsprechendes Leitbild. Wir gehen davon aus, dass der Planungsprozess ein dreiviertel Jahr dauern wird.

Die Laakirchner werden in Form eines – voraussichtlich zweistufigen – Bürgerbeteiligungsprozesses ihre Ideen einbringen können. Das Ergebnis soll dann für die nächsten Jahre als Richtschnur dienen. Einige Liegenschaften im Zentrum gehören der Gemeinde – das erhöht unseren Spielraum.

Tips: Mit dem Thema eng verbunden ist auch der Hochwasserschutz. Wie ist hier die aktuelle Situation?

Feichtinger: Fraunberg ist praktisch umgesetzt, Ende Juni ist die offizielle Eröffnung. In Lindach ist die Einreichplanung fertig, wir warten für die Ausschreibung nur auf die Förderzusage. Und für Laakirchen – Thal müssen wir einen Ableitungskanal bauen, bevor wir die Rückhaltebecken machen können. Die erste Etappe soll bis 2020 fertig sein, die Planung wird im ersten Halbjahr abgeschlossen.

Tips: Die beiden Papierfabriken feiern heuer ihren 150. Geburtstag. Was bedeutet das für die „Papierstadt“ Laakirchen?

Feichtinger: Die Industrie hat die Entwicklung von Laakirchen wesentlich beeinflusst. Zum Beispiel wurde in Steyrermühl das zweite Ton-Kino Österreichs eröffnet. Dazu kam die gute medizinische Versorgung durch die Ambulanz – die ein halbes Spital war, der Kindergarten, die Schule und vieles mehr. Auch heute ist in der Bevölkerung noch immer ein starker Bezug zu den Fabriken spürbar: Ein Danzermühler bleibt ein Danzermühler, ein Steyrermühler ein Steyrermühler – auch, wenn er nicht mehr dort wohnt.

Natürlich sind die Papierfabriken heute nicht mehr die größten Arbeitgeber – das ist mittlerweile die Miba – aber sie haben uns geprägt. Wir sind die “Papierstadt“ und haben damit auch ein gewisses Alleinstellungsmerkmal.

Es gibt auch Nachteile: etwa die Geruchsbelästigung im heurigen Frühjahr oder das Gefahrenpotenzial beim Großbrand 2015. Aber die Fabriken bringen auch viel Positives: Die Leute haben Arbeit, die Gemeinde Einnahmen, mit denen sie gestalten kann. Und wir blicken positiv in die Zukunft, denn wenn bei Heizel Paper im Vorjahr gute 100 Millionen Euro investiert werden, bedeutet das eine gute Absicherung für den Standort für die nächsten Jahre.


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