Vier Bürgermeister stehen noch nicht fest
WELS-LAND. Mit den Gemeinderatswahlen am 27. September sind in 20 Gemeinden in Wels-Land auch die Bürgermeister gewählt worden. In vier Gemeinden hat keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreichen können - somit kommt es am Sonntag zur Bürgermeister-Stichwahl.

Die Bürger in Buchkirchen, Lambach, Stadl-Paura und Weißkirchen müssen am Sonntag, 11. Oktober, noch einmal zu den Urnen. In Buchkirchen, Lambach und Weißkirchen ist es jeweils eine Stichwahl zwischen dem amtierenden Bürgermeister und dem größten Herausforderer, in allen drei Fällen eine Wahl zwischen dem Kandidaten der VP und dem der SP.
FP-Bürgermeister in Stadl-Paura möglich
Stadl-Paura hingegen könnte einen freiheitlichen Bürgermeister bekommen, als zweite Gemeinde in Wels-Land (neben Steinhaus). Der 50-jährige selbständige Versicherungsagent und Vizebürgermeister Christian Popp (FP) geht nochmal gegen die kaufmännische Angestellte Eva Hofer (SP) ins Rennen. Wobei auf Popp 46,01 und auf Hofer 41,76 Prozent entfielen. Bürgermeister Alfred Meisinger (SP) ist nicht mehr angetreten.
Frauen-Duell in Buchkirchen
In Buchkirchen hat sich die amtierende Bürgermeisterin Regina Rieder (VP) nicht klar genug gegen die Kandidatin der SP Karin Mayr durchsetzen können (47,68 zu 32,68 Prozent).
SP gegen VP in Weißkirchen
In Weißkirchen hat Bürgermeister Norbert Höpoltseder von der SP 48,63 Prozent erreicht und muss nochmal gegen seinen Herausforderer Gemeindevorstand Siegi Steindler (VP) antreten. Dieser erreichte 36,75 Prozent.
Sehr spannend in Lambach
Besonders spannend wird es aber in Lambach. Hier hat sich die amtierende VP-Bürgermeisterin Christine Oberndorfer nicht gegen den SP-Kandidaten Klaus Hubmayer durchsetzen können. Sie erreichte 34,66 Prozent der Stimmen, Hubmayer 38,23.
Hubmayer sieht seinen Wahlerfolg darin, dass die VP in der Gemeinde nicht auf die Vorschläge der SP und FP eingegangen ist. Speziell der Umbau des Rossstalls hat die Wogen hochgehen lassen. „Ein Prestigeprojekt unserer Bürgermeisterin, das 3,1 Millionen Euro verschlingt und aufgrund des Platzangebotes als Veranstaltungszentrum völlig ungeeignet ist und wirklich niemand braucht“, sagt Hubmayer.
„Die VP habe den Draht zur Bevölkerung verloren und die Bürgermeisterin hat sich unbeliebt gemacht“, fügt er hinzu.
Für Bürgermeisterin Christine Oberndorfer ist der Rossstall keineswegs ein Prestigeprojekt, sondern ein Veranstaltungsgebäude, das man dringend braucht und für Sitzungen, Trauungen, Ausstellungen und Vereine gut nutzen kann. „Alle Fraktionen waren sich in vielen Gesprächen einig, dass wir so etwas brauchen und der Rossstall zu sanieren ist, heuer ist es plötzlich Wahlkampfthema. Ich sehe es als geschichtlichen Auftrag den Rossstall zu erhalten, der Zubau ist eine wirtschaftliche Aufwertung“, erklärt die Ortschefin und fügt hinzu, „wir haben in den letzten Jahren viel gearbeitet, natürlich kann man es nicht allen recht machen.“
Entscheidend wird auf jeden Fall die Wahlbeteiligung sein. „Wichtig ist es zur Wahl zu gehen“, sagen die Experten.








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