Leonding wehrt sich gegen eine Spaltung der Stadt durch Westbahn

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Redaktion Linz Land Redaktion Linz Land, Tips Redaktion, 22.07.2019 16:21 Uhr

Leonding. Die Bürgerinitiative Impuls Schiene Leonding fordert mehr Mitspracherecht bei den Verhandlungen mit den ÖBB zum Ausbau der Westbahnstrecke. Vor allem die Spaltung der Stadt soll verhindert werden.

Mit dem oberirdischen viergleisigen Ausbau der Westbahn befürchtet die Stadt Leonding eine erhöhte Lärmbelästigung und einen Verlust an Lebensqualität. Durch den Bau einer neun Meter hohen Lärmschutzwand werde außerdem eine Trennung der Stadt vollzogen, wie vier Vertreter der Bürgerinitiative Impuls Schiene Leonding bei einer öffentlichen Pressekonferenz am 22. Juli erklären. Die Bürgerinitiative führe bereits seit 2003 Gespräche mit den ÖBB zum geplanten Ausbau der Westbahnstrecke und habe konkrete Lösungsvorschläge. Durch eine Tieferlegung und eine Einhausung der Gleise sollen beide Stadtteile verbunden bleiben. Für diese Vorhaben habe ein unabhängiger Planer Mehrkosten in Höhe von 45 bis 60 Millionen Euro kalkuliert. „Die Pläne können nicht überprüft werden, da die Offenlegung konkreter Zahlen seitens der ÖBB bisher ausblieb“, so die Bürgermeisterin Sabine Naderer-Jelinek. Landesrat Günther Steinkellner – selbst ein Leondinger – kritisiert in einer Presseaussendung, dass eine Tieferlegung der Gleise mit technischen und rechtlichen Schwierigkeiten einherginge.

Deutlicher Widerstand

Bereits 2015 sammelte die Bürgerinitiative rund 5.000 Unterstützungserklärungen. Die Bürgermeisterin verspricht, alles in Bewegung zu setzen, damit die Eisenbahn nicht über Leonding fährt. „Man muss mit Widerstand von Bürgerseite rechnen. Wir setzen uns auch auf die Gleise“, so ein Bewohner bei der Pressekonferenz.

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