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LEONDING. Sonja Kimeswenger (44) aus Leonding hat nach fast 25 Jahren im Personalmanagement die Reißleine gezogen, um ihrer Berufung zu folgen. Sie hat die Ausbildung zur staatlich geprüften Fremdenführerin absolviert und sich auf VIP-Betreuung ausländischer Firmenkunden spezialisiert.

Sonja Kimeswenger Foto: zoefotografie
Sonja Kimeswenger Foto: zoefotografie

von SILKE KREILMAYR

Kein Einzelfall: Eine Firma lädt eine Delegation von Geschäftspartnern, etwa aus China, nach Österreich ein. Mit der Freizeitbetreuung der Gäste werden Mitarbeiter betraut, die ihre Freizeit opfern müssen und oft heillos überfordert sind. Dann sollen sie die Besucher nach Salzburg chauffieren, haben aber keine Ahnung, was sie ihnen dort zeigen sollen. „Das ist unangenehm und unprofessionell. Ich war davon selber betroffen. Am Anfang ist das ja noch lustig, nur irgendwann hat man genug. Mein Partner und ich waren einmal so verzweifelt, dass wir eine chinesische Delegation zu uns nach Hause zum Grillen mitgenommen haben. Für die Gäste war das natürlich toll, nur für uns war es eine absolute Notmaßnahme. Das erklärt eigentlich auch schon die Not, die da am Markt bestehen muss“, ist Kimeswenger überzeugt. Denn schon jetzt greifen genau aus diesen Gründen größere Unternehmen dazu, Fremdenführer zuzubuchen.

VIP-Segment

Abheben will sich die Leondingerin durch Fremdenführung auf VIP-Kundenbetreuungsbasis, bei der speziell auf die Wünsche der Kunden eingegangen wird. VIP-Service will die Jungunternehmerin künftig auch für Privatkunden anbieten, speziell für die Touristen, die mit den Kreuzfahrtschiffen in Linz Station machen. Dabei hat sie sich auf Individualtouren spezialisiert: „Mein Konzept ist, nur ein bis vier Personen zu nehmen und dafür punktgenau auf deren Bedürfnisse einzugehen. Natürlich ist das ein anderes Preissegment.

Aber bei den Kreuzfahrttouristen geht es meist weniger ums Geld, da geht es um das Erlebnis.“ Kimeswenger, die selber in fremden Städten immer das Besondere sucht und sich für Antiquitäten und Geschichte interessiert, folgt damit ihrer Passion. Als „Chief Erlebnis Officer“ sagt sie mit ihrem Unternehmen „Guide and More“ dem Notprogramm für Geschäftskunden und Touristen den Kampf an.


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