Weltfrauentag: Gleichberechtigung muss auch im Jahr 2020 noch eingefordert werden

Hits: 118
Christina Mayer-Lamberg Christina Mayer-Lamberg, Tips Redaktion, 26.02.2020 08:15 Uhr

LINZ-LAND. Als Initiative im Kampf um Gleichberechtigung und Frauenwahlrecht bereits vor dem Ersten Weltkrieg entstanden, wird der Weltfrauentag seit 1921 jährlich am 8. März gefeiert. Frauen aus Linz-Land, die in Politik und Wirtschaft erfolgreich sind, berichten, was sie zu diesem Thema bewegt.

„Ich halte den Weltfrauentag für sehr wichtig“, erklärt Renate Heitz, Vizebürgermeisterin von Ansfelden. „Er ist willkommener Anlass zur Debatte über das Erfolgsprojekt Emanzipation. Wir haben uns schon viele Freiheiten erkämpft, das gilt es, bewusst zu machen.“ Trotzdem sei es immer noch nicht egal, welches Geschlecht man habe, es werde noch ein paar weitere Weltfrauentage brauchen, so die designierte SPÖ-Landesfrauenvorsitzende Heitz, der die Solidarität unter den Frauen besonders am Herzen liegt. Ganz oben auf die politische Tagesordnung gehören für Renate Heitz die zunehmende Gewalt an Frauen, die Unterbezahlung der als typisch weiblich geltenden Tätigkeiten sowie die Zunahme von Frauenarmut im Alter.

Das Thema Chancengleichheit ist mehr als 100 Jahre nach dem ersten Weltfrauentag immer noch aktuell. Dazu meint Margit Angerlehner, Landesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft: „Es gilt für beide Geschlechter, Chancen zu erkennen und diese auch zu nutzen. Natürlich müssen die Rahmenbedingungen passen, doch Frauen müssen lernen, schneller “ja„ zu sagen.“ Außerdem sollten Frauen ihre Leistungen mehr in die Öffentlichkeit tragen und andere damit inspirieren. „Hört in euch hinein, probiert Neues aus, seid mutig. Findet heraus, welche Talente ihr habt und wählt einen Beruf, den ihr mit eurem ganzen Herzblut ausüben wollt – dann werdet ihr erfolgreich sein.“

Zu mehr Selbstvertrauen möchte die Leondinger Bürgermeisterin Sabine Naderer-Jelinek ermutigen: „Viele junge Frauen zweifeln an sich selbst. Da kann ich nur sagen: ,Traut euch Mädls, ihr könnt alles schaffen, wenn ihr nur wollt!“„ Es sei auch in unserer Zeit wichtig, Gleichberechtigung einzufordern. Frauen hätten zwar alle Möglichkeiten, würden aber vielfach kritisiert, wenn sie diese nutzen und beispielsweise nicht nur Teilzeit arbeiten wollen. “Es ist vieles besser geworden, aber bekommt eine Frau ein Kind, ändert sich vor allem ihr Leben. Da gibt es noch viel zu tun.„

Artikel weiterempfehlen:

Kommentar verfassen



Biopflanzerl im Drive-In

KIRCHBERG-THENING. Ein „Pflanzerl-Drive-In“ hat die Gärtnerei Czink in Kirchberg-Thening eingerichtet.

Sozialmarkt: Sicherheit geht vor

ANSFELDEN. Die Mitarbeiter des Sozialmarktes Ansfelden sorgen dafür, dass die Grundversorgung mit Lebensmitteln auch für Menschen mit wenig Einkommen gegeben ist.

Quarantäne als Belastungsprobe: Rotes Kreuz hilft am Sorgentelefon

BEZIRK LINZ-LAND. Ausgangsbeschränkungen und Quarantäne bringen momentan Viele psychisch an die Grenzen. Die Krisenhilfe des Roten Kreuz hat ein Sorgentelefon eingerichet.

„Sehnsucht und Verrat„ bildet das fulminante Ende der Alleycat-Saga

LEONDING/LINZ. Die gebürtige Leondingerin Barbara Schinko schreibt seit Jahren erfolgreich Kinder- und Jugendbücher. Für „Schneeflockensommer“ wurde sie sogar mit dem Österreichischen ...

80 Jahre alte Hochspannungsmasten werden in Teile zersägt und entsorgt

PIBERBACH/KEMATEN. Ein spektakuläres Bauprojekt betrifft derzeit die Gemeinden Kematen und Piberbach. 80 Jahre alte Hochspannungsmasten werden erneuert.

Die Rauchfangkehrer richten für dringende Fälle einen Notdienst ein

LINZ-LAND/OÖ. Die Situation rund um den Corona-Virus betrifft auch die oberösterreichischen Rauchfangkehrer, die mit sofortiger Wirkung in Abstimmung mit der Landesregierung keine wiederkehrenden ...

Leonding: Warnung vor Betrüger

LEONDING. Auf ihrer Website warnt die Stadtgemeinde vor einem Mann, der sich als Mag. Eckhard Grosz ausgibt und behauptet, von der Stadt Leonding gesandt worden zu sein. Das ist laut offizieller Aussendung ...

Nach Coronavirus-Infektionen gibt es zusätzliche Hygiene-Maßnahmen

NEUHOFEN. Im Zentrum Betreuung und Pflege Neuhofen wurden Infektionen mit dem Corona-Virus bei Heimbewohnern und Mitarbeitern festgestellt (Tips berichtete). Seit Bekanntwerden der ersten Fälle wurden ...