Brucknerbund in Warteposition: „Die Hoffnung stirbt zuletzt“

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Seit vier Jahren ist Peter Aigner Obmann des Brucknerbundes Ansfelden. (Foto: Reinhard Winkler)
Michaela Primessnig Michaela Primessnig, Tips Redaktion, 08.04.2021 10:25 Uhr

ANSFELDEN. Seit 1924 gibt es den Brucknerbund. Vor vier Jahren hat der Musiklehrer und Musiker Peter Aigner den Verein als Obmann übernommen. Seither hat er mit seinem Team alle Aktivitäten auf neue Beine gestellt und die Mitgliederzahl mehr als verdoppelt.

„Schon in der Jugend im Musikgymnasium wurde ich an Bruckners Werke herangeführt und auch das erste Konzert, das ich dirigieren durfte, war ein Bruckner-Konzert in der Kirche in Ansfelden im Jahr 1990. Als es damals hieß, dass sich kein Nachfolger für den Obmann findet, wusste ich sofort, ich muss das übernehmen, es kann nicht sein, dass sich so ein Verein auflöst“, erinnert sich Aigner im Tips-Gespräch. Für den Musiker aus St. Marien zählt dabei nicht nur, Bruckners Werk in den Mittelpunkt zu rücken, sondern auch heimische Musiker zu fördern. So stünde heuer ein Streichquartettzyklus mit dem Atalante-Quartett auf dem Programm, welcher am 25. April seinen Auftakt feiern sollte. „Das Ensemble probt schon und wir sind auch vorbereitet. Ob die Veranstaltung stattfinden kann, wissen wir nicht, aber wir hoffen noch. Der erste Termin wird sicher verschoben werden müssen“, so Aigner. „Es sind auch schon Karten verkauft und es melden sich auch ständig Leute und fragen nach, es gibt wirklich sehr treue Gäste. Die gekauften Tickets haben dann bei den Ersatzterminen natürlich Gültigkeit.“

„Hunger nach Kultur ist deutlich spürbar“

Und das zeigt sich auch an den Mitgliederzahlen des Brucknerbundes. Im Jahr 2017, vor dem Neustart, waren es noch 130 Mitglieder, inzwischen sind es 300. „Das war mir auch wichtig. Wir wollen Präsenz zeigen, alle Bruckner-Organisationen müssen wissen, dass es uns gibt und was wir machen. Die Vorbereitungen für das Jubiläumsjahr 2024 laufen auf Hochtouren und wir konnten auch viele Kooperationen schließen.“ So wird es im Herbst auch wieder die Veranstaltungsreihe Bruckner 200 geben, die 2020 leider aufgrund des zweiten Lockdowns ausfallen musste. „Im vergangenen Jahr konnten wir dann zwar einige Sommerkonzerte veranstalten und das wurde auch gut angenommen. Auch jetzt merke ich, dass der Hunger nach Kultur groß ist und natürlich brauchen auch die Musiker wieder ein Publikum. Streaming-Konzerte sind eine gute Alternative, aber wir Musiker brauchen auch die Wechselwirkung zu den Zuhörern“, ist Aigner überzeugt.

Zuckerl für Neu-Mitglieder zum Obmann-Jubiläum

Solange nicht fix ist, wie und wann es weitergehen kann mit den Veranstaltungen, will Aigner trotzdem Kontakt zu den Bruckner- und Musikliebhabern halten. „Wir möchten nach vier Jahren wieder eine Überraschungsaktion starten und alle Interessierten, die sich bei uns melden und Mitglied werden wollen, dürfen sich auf ein besonderes Zuckerl freuen“, verspricht Aigner. Der Jahresbeitrag kostet nur 12 Euro und dadurch erhält man Ermäßigungen bei den Konzerten und wird auch via Newsletter über die Aktivitäten des Brucknerbundes am Laufenden gehalten. Wer also schon sehnsüchtig darauf wartet, dass die Konzertsaison wieder startet, kann einstweilen eine E-mail an office@brucknerbund-ansfelden.at richten und wird sicher belohnt.

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