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Für die 13-jährige Mia Klidis startet im August das „Abenteuer Kilimandscharo“

Marlis Schlatte, 19.07.2023 11:22

PIBERBACH/LINZ. Wenn Mia Klidis nach den Schulferien die vierte Klasse der Hamerling-schule betritt, wird sie vermutlich von einem anderen Erlebnis erzählen als ihre Mitschüler. Denn sie wird sich am 7. August gemeinsam mit ihrer Mutter Patricia auf ein ganz besonderes Abenteuer begeben. Sie möchte die erste 13-jährige Österreicherin sein, die den Kilimandscharo in Tansania/Ostafrika bestiegen hat. Im Tips-Interview erzählt das Mutter-Tochter-Duo aus Piberbach, wie es ihm vor dieser Tour geht.

Mia geht bereits seit sie fünf Jahre alt ist auf den Berg. (Foto: Patricia Klidis)
  1 / 2   Mia geht bereits seit sie fünf Jahre alt ist auf den Berg. (Foto: Patricia Klidis)

Tips: Wie bereitet ihr euch für die Tour auf den Kilimandscharo vor?

Mia: Wir gehen gerade jedes Wochenende wandern und machen Höhenmeter. In der letzten Woche fahren wir dann in die Schweiz, wo wir noch höher kommen – zum Akklimatisieren.

Patricia: Unsere Akklimatisierung in der Schweiz wird so aussehen, dass wir versuchen werden, so weit wie möglich hinaufzukommen, vielleicht auch oben schlafen und uns so an die Höhe anpassen. Von dort gehen wir vielleicht Touren noch weiter rauf und wieder runter. Zu diesem Zeitpunkt macht diese Vorbereitung am meisten Sinn von der Höhenanpassung her, weil der Körper nur eine Woche lang die Höhe speichert – alles was länger zurückliegt, merkt er sich nicht.

Tips: Wie lange seid ihr auf eurer Kilimandscharo-Tour unterwegs?

Patricia: Insgesamt sind wir neun Tage am Treck – sechs Tage hinauf und drei Tage runter. Wir haben uns entschieden, dass wir die längste, schwierigste Route wählen, über die Western Breach, weil die für die Akklimatisierung für Mia und mich am besten ist. Da haben wir einen extra Akklimatisierungstag dabei, das heißt, man schläft oben auf 4.600 Metern und hat ein bisschen Ruhezeit – man ist ja doch immer acht bis neun Stunden unterwegs pro Tag. Die Route hat für uns auch den Vorteil, dass wir am Gipfeltag weniger Höhenmeter machen und nicht sechs Stunden im Dunkeln gehen müssen, weil du schon um Mitternacht weggehen müsstest. Wir sind ca. um 8 Uhr oben auf dem Krater, machen Pause, bekommen ein Essen. Und wenn man will, kann man noch weiter auf den Gipfel gehen, etwa 150 Höhenmeter – und steht am Nachmittag fast alleine am Gipfel.

Tips: Gibt es Leute, die dieses Projekt unverantwortlich finden?

Patricia: Das bekomm ich leider oft zu hören, ja. Leute, die uns schon länger verfolgen, wissen, dass ich meine Tochter nicht auf einen Berg hinaufzerre. Mia geht schon jahrelang in den Bergen. Natürlich, wenn jetzt einer nur liest „13-Jährige will auf dem Kilimandscharo stehen“, dann heißt es, das will eigentlich nur die Mutter. Mia ist trittsicher und schwindelfrei – wenn man genauer hinschaut, sieht man auch, dass da kein Leichtsinn oder keine Selbstverwirklichung von mir dahinterstecken.

Tips: Was sagst du zu Leuten, die dir dein Ziel nicht zutrauen?

Mia: Das ist mir eigentlich wurscht. Sollen sie halt reden. Das sind oft einfach die Leute, die eifersüchtig sind.

Tips: Wie fühlt ihr euch jetzt, wo die Reise, auf die ihr euch so lange vorbereitet, bald los geht?

Mia: Ich bin schon aufgeregt, es ist schon bald und die Zeit vergeht schnell. Da wird die Aufregung immer größer und man freut sich, dass man wirklich bald dort ist und starten kann.

Patricia: Ich bin auch aufgeregt. Es gibt noch ein paar ungeklärte Punkte, die ein wenig Bauchweh machen, zum Beispiel wie schwer unsere Taschen sein werden. Oder wie es einem mit der Höhe geht – man kann sich zwar viel vorbereiten, viel trainieren, aber man weiß nie, wie es einem dann am Tag der Tour geht. Aber die Freude überwiegt schon: auf das Fliegen, das Ankommen, das Land sehen, die Vorbereitungen – da gibt es so viele Momente, auf die wir uns schon sehr freuen.

Patricia und Mia: Der Hauptfokus liegt darauf, dass es ein Abenteuer wird und wir sagen können: Wir wollen was miteinander erleben und unseren Spaß haben. Wir werden uns ankeifen und viel diskutieren, wir werden lachen und weinen miteinander, wir werden viele Spiele machen, viel reden. Das sind Momente und Erinnerungen, die einem immer bleiben.

Tips: Hast du Angst oder Bedenken, dass du es nicht schaffst? Was sagen deine Mitschüler zu deinem Vorhaben?

Mia:Nein. Das schaffe ich! Meine Freunde finden es cool, dass ich das mache. Sie haben mir sogar ein Schild gemacht, wo oben gestanden ist „Du schaffst das“, darauf haben alle unterschrieben – das war voll süß. Auch mein Geografielehrer findet das ganz toll. Der möchte zu einem unserer Multimedia-Vorträge kommen, die wir nach unserer Reise machen werden.

Mia und Patricia nehmen ihre Follower auf ihre Reise mit:
Website:www.lustaufberg.at
Facebook: lustaufberg
Instagram: lustaufbergvsbushcraft

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