TRAUN. Die Caritas hat in Kooperation mit der Klima- und Energiemodellregion Traun-Kremstal zum Info-Abend zur kostenlosen Caritas-Energiesparberatung ins Pfarrheim Traun eingeladen. Von Energiearmut betroffene Haushalte konnten sich über Möglichkeiten informieren, Strom- und Heizkosten zu senken.

„Energiesparen scheitert selten am Willen, sondern am Wissen – darüber, was im Haushalt wie viel Verbrauch verursacht und welche Hilfsangebote es gibt. Deshalb ist es so wichtig, die Caritas-Energiesparberatung für armutsgefährdete Haushalte vor den Vorhang zu holen“, betont KEM-Manager Michael Girkinger.
„Vielen fehlt das Gespür für den Energieverbrauch“
Zwischen 200 und 300 kostenlose Beratungen führen die beiden Caritas-Energieberater Karina Stockhammer und Christoph Exner-Bauernfeind jedes Jahr durch. Am Beginn steht immer ein Blick auf die Energierechnungen. Sind die Rechnungen auffallend hoch, machen sie sich auf die Suche nach den Ursachen. „Auf vielen Rechnungen wird das Einsparpotential rasch sichtbar, vor allem im Bereich Heizen und Warmwasser“, schildert Christoph Exner-Bauernfeind. Oft zeige sich, dass der Warmwasserboiler oder alte Gefriergeräte zu hoch eingestellt sind.
„Vielen fehlt das Gespür für den eigenen Energieverbrauch und wie sie ihn selbst beeinflussen können“, ergänzt Karina Stockhammer. Ungünstig sei etwa, wenn Vorhänge oder Möbelstücke die Heizkörper verdecken oder der Fernseher stundenlang als bloße „Geräuschkulisse“ laufe. Einen Heizkörper aus Spargründen komplett abzuschalten, sei hingegen keine gute Idee – es droht Schimmelgefahr.
Auch kostenloser Gerätetausch möglich
Armutsgefährdete Haushalte nehmen das Angebot der Caritas gut an. In einem Erstgespräch werden Voraussetzungen und Ablauf geklärt. Erst dann besuchen sie ihre Klienten zu Hause und gehen die Situation vor Ort gemeinsam durch. Sogar ein kostenloser Tausch von maximal zwei alten Haushaltsgeräten ist möglich. „Oft finden wir uralte Geräte, die echte Stromfresser sind und kaum mehr richtig funktionieren. Dann bieten wir einen kostenlosen Ersatz an“, so Exner-Bauernfeind.
„Viele leben bereits extrem sparsam, sodass wir kaum noch Tipps geben können – und trotzdem kommen sie finanziell kaum über die Runden“, beschreibt er die Lage vieler Betroffener.


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