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ANSFELDEN. Vergangenen Samstag, 20. November, fand der Tag der Kinderrechte statt. Um darauf aufmerksam zu machen, wurde vor dem Gemeindeamt Ansfelden die Kinderrechte-Fahne gehisst.

Thomas Unger, Claudia Kutzenberger und Ajdina Samardzic (v. l.n.r.) hissen die Kinderrechte-Fahne. (Foto: Klaus Schöngruber)

Für die Kinderfreunde hat der Tag der Kinderrechte zwei Funktionen: Zum einen ist es ein Feiertag, denn die Kinderrechte sind die Grundlage für ein gutes Leben für alle Kinder. Allen Kindern stehen alle Rechte zu, unabhängig von Geschlecht, der finanziellen Lage der Eltern oder ihrer Herkunft. Zum anderen ist dieser Tag aber auch ein Auftrag, wie Vizebürgermeister Thomas Unger, Vorsitzender der SPÖ Ansfelden, und Claudia Kutzenberger, Vorsitzende der Kinderfreunde Haid-Ansfelden, klarstellen: „Solange auch nur einem Kind auf dieser Welt Unrecht geschieht, gilt es lautstark für die Kinderrechte zu kämpfen.“ Denn auch in Österreich kommt es bedauerlicherweise zu Kinderrechtsverletzungen. So ist etwa jedes fünfte Kind von Armut bedroht oder betroffen. „Diese Kinder leben in zu engen Wohnungen, werden öfters krank, werden vom sozialen Leben ausgegrenzt und haben kaum Zukunftschancen“, weiß Ajdina Samardzic, Sozialstadträtin in Ansfelden.

Zeichen für Kinderrechte

Die Pandemie hat dies verschärft: Der Zugang zur Bildung wurde erschwert, Kinder mussten auf soziale Kontakte verzichten und leiden psychisch unter den Folgen der Corona-Schutzmaßnahmen. Durch das Hissen der Kinderrechte-Fahne vor dem Gemeindeamt Ansfelden werden Kinderrechte und deren Wichtigkeit sichtbar, außerdem soll es die Verantwortlichen erinnern: Bei allen politischen Entscheidungen muss auch immer das Wohl der Kinder im Vordergrund stehen. Bereits in den 1980er-Jahren machten die Kinderfreunde als erste Organisation in Österreich die Kinderrechte zum Thema. Viele andere schlossen sich an, sodass am 20. November 1989 das „Übereinkommen über die Rechte des Kindes“, kurz die UN-Kinderrechtskonvention, von den Vereinten Nationen verabschiedet wurde.


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