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ANSFELDEN/NEUHOFEN. In der Welt des Badmintons gibt es einen aufstrebenden Stern: Kai Niederhuber, der 20-jährige Ausnahmespieler, konnte sich bei den Staatsmeisterschaften vom 2. bis 4. Februar in Traun zum zweifachen Staatsmeister küren. Geboren in Ansfelden mit den sportlichen Wurzeln in Neuhofen hat er seinen Weg an die Spitze des österreichischen Badmintonsports mit beeindruckendem Engagement und Talent gemeistert.

  1 / 3   Kai Niederhuber (2.v.l.) erkämpfte sich gegen den Trauner Lokalmatador Wolfgang Gnedt (l.) die Goldmedaille vor Michael und Christian Tomic (v.r.). (Foto: Martin Goeggel)

Seine Liebe zu Badminton begann im zarten Alter von etwa sieben Jahren. Als ihn sein Vater Kai, selbst begeisterter Spieler, zum Training mitnahm, konnte der junge Athlet schnell seine Leidenschaft für den Sport entdecken. „Dank seines Engagements hatte ich von Anfang an sehr viel Spaß und lernte schnell“, erinnert sich Niederhuber.

Die sportlichen Ursprünge des dreifachen Staatsmeisters liegen in Neuhofen an der Krems. Im Alter von etwa elf Jahren wurde er von den ehemaligen Top-Badmintonspielern Peter Zauner und Jürgen Koch entdeckt, die ihm die Möglichkeit gaben, zwei Mal pro Woche mit ihnen zu trainieren. Der entscheidende Schritt in Richtung Professionalisierung erfolgte mit 15 Jahren, als Niederhuber ins Leistungssportmodell der BORG/HASCH Linz aufgenommen wurde.

Harter Trainingsalltag

Sein täglicher Ablauf ist geprägt von intensivem Training und Regeneration. „Ich stehe um rund 7 Uhr auf und fahre gleich nach Linz, wo von 8 bis 9.30 Uhr trainiert wird. Danach geht es wieder nach Hause zur Regeneration und zum Essen“, beschreibt der Badminton-Champion seinen Alltag. Bevor es am Nachmittag nochmals für zwei Stunden in die Halle geht. Die Woche ist mit bis zu zehn Trainingseinheiten gefüllt, die hauptsächlich aus Badminton bestehen, ergänzt durch Kraft- und Ausdauertraining.

Hobby zum Beruf machen

Mit 20 Jahren hat Niederhuber bereits eine beeindruckende Turnierbilanz vorzuweisen. Zwischen drei und sechs nationale sowie zehn bis 15 internationale Turniere pro Jahr sind Teil seines ambitionierten Wettkampfplans. Seine Ziele sind hoch gesteckt: „Ich werde weiterhin hart trainieren, möchte mein Hobby eines Tages zum Beruf machen und Badminton auf höchstem Niveau spielen.“

Zukunft in Top-Ligen

Der Stellenwert von Badminton in Österreich ist für Niederhuber verbesserungswürdig. „Er genießt leider zu wenig Aufmerksamkeit und Interesse, da wenig Badminton im Fernsehen zu sehen ist“, beklagt der Athlet. Er ist überzeugt, dass eine erhöhte Medienpräsenz dazu beitragen könnte, den Sport populärer zu machen. Die Zukunft könnte Niederhuber ins Ausland führen, insbesondere nach Dänemark, der europäischen Hochburg des Badmintons. „Ja, da ich gerne neue Eindrücke sammeln möchte, um mich als Sportler und Mensch weiterzuentwickeln“, sagt er über die Möglichkeit eines Wechsels.

Nach wie vor sprachlos

Die zwei Goldmedaillen bei den Staatsmeisterschaften sind für Kai Niederhuber ein wichtiger Erfolg, der seinen Weg in die richtige Richtung markiert: „Die Titel sind mein bisher größter Erfolg, ich bin nach wie vor sprachlos und stolz.“ Obwohl die nationalen Titel als Türöffner in europäischen Top-Ligen dienen können, macht er sich diesbezüglich wenig Stress: „Ich möchte mich auf meine sportliche Weiterentwicklung fokussieren, um auf internationaler Ebene weiterhin erfolgreich zu sein.“


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