Paschinger Trainingsfelder waren Thema beim „Bürgeranwalt“

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Die Bürgerinitiative Waldschutz Pasching organisierte für den ORF-Dreh einen Straßenprotestzug. Foto: privat
Die Bürgerinitiative Waldschutz Pasching organisierte für den ORF-Dreh einen Straßenprotestzug. Foto: privat
Laura Voggeneder Laura Voggeneder, Tips Redaktion, 13.05.2019 16:26 Uhr

PASCHING/WIEN. Am Samstag, 11. Mai, waren die geplanten Trainingsfelder der FC Juniors OÖ in Wagram ein Thema bei der ORF-Sendung „Bürgeranwalt“. Drei Personen der Bürgerinitiative Waldschutz Pasching waren im Studio vertreten. Von der Gemeinde Pasching, den FC Juniors OÖ und dem Land OÖ waren keine Vertreter im Studio. Die Bürgeranwalt-Sendung ist genau eine Woche bis 18. Mai online nachzusehen.

Um 18 Uhr wurde die einstündige Sendung mit Peter Resetarits ausgestrahlt, 17 Minuten davon wurden den geplanten Fußballfeldern gewidmet. Die Initiatoren Ruth Kropshofer und Klaus Gutschireiter von der Bürgerinitiative Waldschutz Pasching und ihr Anwalt Roland Menschick waren anwesend.

Vertreter der Gemeinde Pasching, des Land OÖ oder der FC Juniors OÖ waren nicht im Studio. Bürgermeister Peter Mair war beruflich verhindert, „hätte aber sonst natürlich teilgenommen“, sagt er. Der berufliche Termin sei nicht zu verschieben gewesen, so Mair.

Themen zu kurz gekommen

Mair hat dem ORF eine schriftliche Stellungnahme zukommen lassen. Redakteurin Marianne Waldhäusl hat die Stellungnahmen an seiner Statt vorgelesen.  Einige Themen seien Mair zufolge zu kurz gekommen, etwa dass der ortsansässige SV Pasching 16 zusätzliche Trainingsmöglichkeiten brauche.

Die Umwidmung sei ein demokratischer Prozess gewesen, betont Mair, das haben die Gemeinderäte beschlossen. Für die Anrainer seien zudem zahlreiche Maßnahmen erreicht worden, etwa ein Erdwall als Schallschutz oder dass die Trainings ohne Pfiff stattfinden müssten.

Ein Thema waren mögliche Ersatzflächen zur Kompensation für die Rodung in Wagram. Die Paschinger Bauernschaft habe dem Bürgermeister diese Flächen vorgeschlagen, erklärt Mair. In welchem Ausmaß Kompensationsflächen nötig sind, entscheidet die Bezirkshauptmannschaft Linz-Land. Die Rodung liegt in ihrem Aufgabengebiet.

„Jetzt ist ohnehin das Land am Zug“, sagt Mair. Derzeit begutachtet das Land OÖ die Umwidmung der Trainingsflächen.

Der FC Juniors OÖ will zu dem Thema keine Stellungnahme abgeben.

Zu wenig Zeit

Von den Kompensationsflächen hat die Bürgerinitiative im Studio zum ersten Mal gehört, erzählt Ruth Kropshofer. Sie war grundsätzlich zufrieden damit, wie die Sendung gelaufen ist, jedoch sei die Zeit einfach zu knapp gewesen. Ihr haben das Thema Forstrecht und die geschützte Orchidee in der Diskussion gefehlt.

Die Bürgerinitiative hat ihre Anliegen an die Entscheidungsträger bei Land, Naturschutz, Rodungsstelle und Gemeinde geschickt und muss jetzt auch abwarten, wie das Land OÖ entscheidet.



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